20.10.2020 - "Bestmögliche Entscheidung treffen"/Krupp-Stiftung ist offen für Prüfung des Liberty-Angebots

Der Großaktionär von Thyssenkrupp, die Krupp-Stiftung, rät einem Medienbericht zufolge dem Thyssenkrupp-Management, das Übernahme-Angebot von Liberty Steel zu prüfen. "An unserer Haltung hat sich nichts geändert. Wir halten es nach wie vor für richtig, dass der Thyssenkrupp-Vorstand alle Optionen prüft, um die bestmögliche Entscheidung treffen zu können", erklärte die Stiftung auf Anfrage der Rheinischen Post.

Für die Stiftung ist Thyssenkrupp das einzige Vermögen. Sie kann es sich nicht leisten, über Jahre auf eine Dividende zu verzichten. Der Zeitung zufolge muss laut Stiftungssatzung zwar grundsätzlich die Einheit des Unternehmens gewahrt werden, doch die Satzung habe in der Vergangenheit aber auch unter anderem die Trennung vom deutschen Edelstahlgeschäft erlaubt.

Die Krupp-Stiftung hält 21 Prozent am Konzern, der zweite Großaktionär Cevian 18 Prozent. Cevian wollte sich der Zeitung gegenüber zum aktuellen Angebot nicht äußern. Am Freitag legte Liberty Steel, ein Londoner Unternehmen, das zur Familienholding GFG Alliance gehört, ein nicht bindendes Übernahmeangebot für die Thyssenkrupp-Stahlsparte vor. Thyssenkrupp will einem Unternehmenssprecher zufolge die Offerte nun sorgfältig zu prüfen - parallel dazu aber weiter Gespräche mit anderen potenziellen Partnern führen.

MBI/DJN/gil/20.10.2020

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