11.06.2021 - Politik/Baerbock setzt sich für "Industriepakt" ein

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock will durch einen "Industriepakt" Klimaneutralität in der Stahl- und Grundstoffindustrie unterstützen. Forderungen aus ihrer Partei nach mehr Radikalität beim Klimaschutz, etwa einem Tempolimit von 100 auf Autobahnen, einer rascheren Abkehr vom Verbrennungsmotor oder einem weiteren Anstieg des CO2-Preises, mahnte Baerbock zur Zurückhaltung. "Es ist wichtig, alle Menschen in diesem Land zu erreichen", hob sie hervor.



Zum Ausgleich für Belastungen beim Klimaschutz verwies sie am Donnerstag in der ARD-Sendung "Farbe bekennen" auf den Vorschlag eines Energiegeldes, das nach dem Willen ihrer Partei pauschal pro Kopf an alle Bürgerinnen und Bürger ausgezahlt werden soll. Auch bei der Steuer wollten die Grünen Geringverdiener entlasten.



"Wir wollen bei Verkehr und Heizen eine ökologische Lenkungswirkung", bekräftigte Baerbock einen Tag vor dem Bundesparteitag der Grünen die Forderung nach einem höheren CO2-Preis. Allerdings sei dies nicht nur eine grüne Forderung, sondern auch Politik der Bundesregierung, hob sie hervor. Der von ihr genannte künftig um 16 Cent höhere Spritpreis liege nur um einen Cent über dem, was auch Union und SPD beschlossen hätten.

MBI/DJN/AFP/emv/11.6.2021

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