25.11.2021 - Koalitionsvertrag/WV Stahl fordert Zünden des "Transformationsturbos"

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) hat begrüßt, dass mit dem Abschluss der Koalitionsverhandlungen nun konkrete Schritte für mehr Klimaschutz und den Erhalt der industriellen Wettbewerbsfähigkeit auf den Weg gebracht werden sollen. Es sei gut, dass die Transformation der Industrie einen zentralen Stellenwert erhalte, erklärten die Interessenvertreter der deutschen Stahlindustrie. "Wenn Deutschland die Klimaziele mit einer wettbewerbsfähigen Industrie erreichen will, muss die neue Bundesregierung jetzt den Transformationsturbo zünden", erklärte der Präsident der WV Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, in einer Stellungnahme. Gerade die Stahlindustrie könne frühzeitig große Mengen an CO2-Einsparungen erzielen, einen entscheidenden Beitrag zum gewünschten Wasserstoffhochlauf leisten und mit klimaneutralem Stahl den Einstieg in grüne Leitmärkte schaffen.

„Damit die Stahlunternehmen die mit der Transformation verbundenen milliardenschweren Investitionsentscheidungen treffen können, müssen die Koalitionspartner nun in den ersten 100 Tagen für einen entsprechenden politischen Rahmen sorgen“, so der Verbandspräsident weiter. Als positiv bewerte die WV Stahl den angekündigten Dialog mit Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden. Es dürfe jedoch nicht bei Gesprächen bleiben. Für die Stahlindustrie sei besonders wichtig, dass beim EU-Emissionsrechtehandel der Vermeidung von Carbon Leakage ein hoher Stellenwert eingeräumt werde. „Für den Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie ist die Fortführung der Entlastungsregelungen von energie- und klimapolitischer Regulierung dringend erforderlich“, mahnte Kerkhoff.

MBI/gil/25.11.2021

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