11.09.2020 - Europa/Stahlpreise und Stahlmargen kurzfristig im Aufschwung

Die europäischen Stahlpreise haben ihre Talsohle durchschritten und zuletzt am Spotmarkt wieder angezogen. Aktuelle Daten zu Eisenerzlieferungen deuten darauf hin, dass dies eher auf eine Marktstabilisierung in Europa als auf eine tatsächliche deutliche Verbesserung der Nachfrage zurückzuführen ist, schreibt Deutsche-Bank-Analyst Bastian Synagowitz in einer Research-Notiz. Das Bankhaus geht davon aus, dass Preise und Margen kurzfristig und auch im Jahr 2021 einen weiteren Aufschwung erleben werden.



Synagowitz begründet diese Einschätzung unter anderem mit den Produktionskürzungen der Erzeuger, während sich die Nachfrage allmählich erholt und sich die Lagerbestände auf einem niedrigen Niveau bewegen. Zudem bleibe die Preisdynamik auf den internationalen Märkten stark, insbesondere in China. Auch kostenseitig sei der Preisanstieg gut gestützt. Denn die chinesische Stahlnachfrage steuere auf die Hochsaison zu, was das Sentiment am Markt in naher Zukunft stärken sollte.

MBI/emv/11.9.2020

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