04.05.2021 - Wirtschaftliche Erholung/DIHK erhöht Exportprognose für 2021 auf 8 Prozent

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet, dass die deutschen Exporte wegen der wirtschaftlichen Erholung in China und den USA in diesem Jahr stärker wachsen als bisher angenommen. Der Verband erhöhte seine Prognose für das Exportwachstum in diesem Jahr von 6 Prozent auf 8 Prozent. Im von der Coronavirus-Pandemie stark geprägten vergangenen Jahr waren die deutschen Exporte um 9,4 Prozent eingebrochen. Mit seiner Prognose ist der DIHK etwas pessimistischer als die Bundesregierung, die für dieses Jahr von einem Exportwachstum von 9,2 Prozent ausgeht. Insgesamt hofft ein Großteil der deutschen Unternehmen im Ausland, die Verluste des vergangenen Jahres aufzuholen, so das Ergebnis des AHK World Business Outlook, für den rund 4.500 Unternehmen befragt wurden.

"Vor allem in China und Nordamerika gehen die deutschen Unternehmen von einer kräftigen Wirtschaftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten aus", heißt es in dem Bericht. Mehr als die Hälfte der Unternehmen erwarteten, dass sich auch die eigenen Geschäfte in den kommenden zwölf Monaten besser entwickeln. Einige der Betriebe, die ihre Investitions- und Beschäftigungspläne im vergangenen Jahr auf Eis gelegt haben, wollten diese deshalb in diesem Jahr wieder hochfahren.

Allerdings sei der Aufholaufschwung nicht ungebremst. Denn er gehe einher mit besonderen Schwierigkeiten in der Versorgung, in der Lieferkette, mit Preissteigerungen, die sich aufgrund der Engpässe abzeichnen. Die Probleme in der Lieferkette und der Logistik, fehlende Waren und Dienstleistungen sowie eigene Produktionsausfälle hätten sich im Vergleich zur Vorumfrage sogar verschärft. Auch müssten zahlreiche Unternehmen nach wie vor Investitionen streichen oder verschieben. Insgesamt könne noch lange nicht von einem selbsttragenden und von Investitionen getriebenen Aufschwung gesprochen werden. Denn Investitionen blieben vielfach aus.

MBI/DJN/gil/4.5.2021

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