23.10.2020 - Umsatz von Hydro im dritten Quartal rückläufig

Der norwegische Aluminiumkonzern Hydro hat im dritten Quartal 2020 ein bereinigtes EBIT von 1,407 Milliarden NOK erzielt, im Vergleich zu 1,366 Milliarden NOK im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank auf 33,17 Milliarden NOK, nach 37,52 Milliarden NOK im dritten Quartal des Vorjahres. Der Nettoverlust belief sich auf 221 Millionen NOK, nach 1,39 Milliarden NOK im Vorjahreszeitraum. Extruded Solutions hat sich nach der Corona-Krise schneller als erwartet erholt, vor allem in Europa, wie der Konzern am Freitag weiter mitteilte. Das Geschäftsfeld verzeichnete eine günstige Kostenposition und erhielt zudem eine Versicherungsentschädigung in Höhe von 192 Millionen NOK in Verbindung mit dem Cyberangriff 2019.



Reduzierte Rohstoffkosten, niedrigere Fixkosten und positive Währungseffekte aufgrund der Schwächung der norwegischen Krone und des brasilianischen Real gegenüber dem US-Dollar und dem Euro, wirkten sich nach Unternehmensangaben positiv auf das Ergebnis im dritten Quartal aus. Die positiven Elemente wurden allerdings durch ein niedrigeres Ergebnis im Geschäftsfeld Bauxite & Alumina ausgeglichen. Dies war auf die Instandhaltung bei Paragominas und niedrigere realisierte Preise für Aluminiumoxid und Aluminium zurückzuführen.



Die Covid-19-Lage sorge weiter für Unsicherheit auf den Märkten, heißt es. Ein weltweiter Rückgang der Nachfrage und staatliche Restriktionen wirkten sich negativ auf die Geschäftstätigkeit aus. Die Covid-19-Lage habe vor allem Extruded Solutions und Rolled Products getroffen, auch wenn sich Auftragseingang und Kapazitätsauslastung mittlerweile verbessert hätten. Bauxite & Alumina, Primary Metal, die Recyclinganalgen von Metal Markets und Energy konnten im Quartal im Großen und Ganzen ihren normalen Betrieb aufrechterhalten.



Die Entscheidung der EU-Kommission vom 22. September, vorläufige Antidumpingzölle für Aluminiumprofile aus China einzuführen, bedeuten für die etwa 40 Presswerke von Hydro in Europa laut Mitteilung "eine Abschwächung der Auswirkung dieser unfairen Konkurrenz".

MBI/crb/23.10.2020

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