15.04.2021 - Streik bei Konkola Copper Mines/Ausfälle in Sambias Kupferproduktion befürchtet

Ein Streik bei Konkola Copper Mines (KCM) lässt Produktionsausfälle in Sambia, dem zweitgrößten Kupfer- und Kobaltproduzenten Afrikas, befürchten. Hunderte von Vertragsarbeitern protestierten Anfang der Woche im so genannten Copperbelt und forderten bessere Arbeitsbedingungen. Dies habe zu Arbeitsniederlegungen in den Konkola-Kupferminen geführt, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag. Die Proteste könnten fast ein Drittel der sambischen Kupferproduktion betreffen, hieß es. "Es ist unsere aufrichtige Hoffnung, dass die Arbeiter sofort zur Arbeit zurückkehren und den Dialog suchen, anstatt einen Weg fortzusetzen, der das Unternehmen zerstört und letztlich ihre eigenen Interessen gefährdet", so ein Unternehmenssprecher in einer Erklärung. Das Management von KCM verhandele derzeit mit den Auftragnehmern, um den Streit beizulegen.

Vor zwei Jahren übergab die sambische Regierung, die einen 20-prozentigen Anteil an Konkola Copper Mines besitzt, die Vermögenswerte an einen Insolvenzverwalter, vor dem Hintergrund eines Streits mit Vedanta Resources über die Minenlizenzen. Beide Seiten streiten sich noch immer vor Gericht um die Eigentumsrechte an den Anlagen. Seither ist die Kupfererzproduktion nach Angaben der Regierung von einer Million Tonnen auf etwa 1,7 Millionen Tonnen pro Jahr gestiegen. Sambias Kupferproduktion stieg 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 882.000 Tonnen.

Sambia versucht eine größere Kontrolle über seine lukrative Bergbauindustrie zu erlangen, inmitten der stockenden Bemühungen, die steigenden Auslandsschulden in Höhe von 12 Milliarden Dollar einzudämmen. Der Streit um Konkola begann, nachdem die Regierung Vedanta beschuldigt hatte, Lizenzbedingungen nicht eingehalten zu haben, einschließlich versprochener Investitionen in den Betrieb. Das Bergbauunternehmen Vedanta, das wegen des Streits ein Schiedsgericht in London angerufen hat, bestreitet die Vorwürfe.

MBI/DJN/gil/15.4.2021

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