09.04.2020 - Stationärer Autoverkauf/Verbände und IG Metall fordern Erlaubnis

Der stationäre Verkauf von Autos an Endkunden sollte schnellstmöglich wieder erlaubt werden. Das haben die Spitzenverbände VDA (Verband der Automobilindustrie), VDIK (Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller) und ZDK (Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe) sowie die IG Metall Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) laut VDA in einem gemeinsamen Brief vorgeschlagen. Gemeinsames Anliegen sei es, "dass die wirtschaftlichen Aktivitäten so schnell wie gesundheitlich verantwortbar wieder hochgefahren werden".

In dem Schreiben wiesen die Spitzen der Verbände und der Gewerkschaft laut den Angaben auf eine immer bedrohlichere Situation bei Herstellern, Zulieferern und im Handel hin. "Bänder stehen still, Verkaufsräume müssen geschlossen bleiben, der Fahrzeugabsatz ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen", schrieben sie an Merkel. Der Handel sei mit einer kaum noch zu verkraftenden Menge vorfinanzierter Lagerfahrzeuge konfrontiert, die wegen der Schließung der Verkaufsstellen stationär nicht veräußert werden dürften. Noch mehr Fahrzeuge könnten die Betriebe nicht aufnehmen.

Zulieferung und Produktion kämen damit zum Stillstand oder könnten nicht wieder angefahren werden. "Unsere Bitte lautet daher, schnellstmöglich und in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und den Bundesländern den stationären Verkauf von Kraftfahrzeugen an Endkunden nach dem nächsten Treffen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder wieder zu erlauben", heißt es in dem Brief. Dadurch ließe sich das Risiko der Insolvenz einer Vielzahl von Unternehmen in einer Schlüsselbranche Deutschlands mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen minimieren.

Gerade im Automobilhandel könne der Coronavirus-Infektionsschutz von Kunden und Mitarbeitern in besonderem Maße gewährleistet werden. Die Verhältnisse seien geprägt von vergleichsweise großen Flächen und einer geringen Zahl gleichzeitig anwesender Kunden. Die Mindestabstände zwischen einzelnen Personen von 1,5 bis 2 Metern könnten dort viel müheloser gewahrt werden als etwa in Lebensmittelgeschäften, Baumärkten, Tierbedarfsgeschäften und Blumenläden.

MBI/DJN/gil/9.4.2020

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