14.10.2021 - Nyrstar kappt die Produktion/Angebotssorgen treiben Zinkpreis auf 14-Jahres-Hoch

Der Zinkpreis ist am Donnerstag auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen. An der Londoner Metallbörse LME legte der Dreimonatskontrakt um 3 Prozent auf 3.522 US-Dollar pro Tonne zu. Schon am Vortag zog der Future kräftig an. Hinter der Rally des Zinkpreises stehen Befürchtungen, dass der Markt nicht mehr ausreichend versorgt wird. Nyrstar, einer der größten Zinkproduzenten weltweit, kündigte am Mittwoch an, die Produktion in seinen europäischen Werken mit sofortiger Wirkung um bis zu 50 Produzent zu reduzieren. Es handelt sich dabei um die Hütten in Auby (Frankreich), Balen/Pelt (Belgien) und Budel (Niederlande). In Budel wurde die Produktion bereits Ende September heruntergefahren. Nach Einschätzung der Analysten von ING könnten dem Zinkmarkt durch die Kappungen in den Nyrstar-Schmelzen pro Monat zwischen 40.000 und 50.000 Tonnen fehlen.

Die beträchtlichen Strompreissteigerungen der vergangenen Wochen und die Kostenbelastung durch den Emissionszertifikatehandel machten eine Produktion unter Vollauslastung unrentabel, begründete Nyrstar den Schritt. Die Produktionskürzungen hätten keine Auswirkungen auf die Arbeitsplätze, sagte Unternehmenschef Daniel Vanin laut Mitteilung. Man bemühe sich zudem, die vertraglichen Verpflichtungen einzuhalten. Die drei europäischen Zinkhütten verfügen zusammen über eine Produktionskapazität von rund 700.000 Tonnen.

MBI/DJN/kri/14.10.2021

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Sie möchten keine Neuigkeiten mehr verpassen, zu unseren Veranstaltungen oder Informationsdienstleistungen?

Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an und wählen Sie die für Sie relevanten Branchen:

  • Stahl
  • NE-Metalle
  • Energie
  • Agrar | Ernährung
  • Kunststoffe
  • Einkauf
  • Europa | Außenhandel | Zoll
  • E-Mobility | H2-Mobility

Weitere Plattformen der MBI Infosource