16.04.2021 - Beschaffung von Metallen durch Digitalisierung vereinfachen

In der Metallbranche ist die Beschaffung häufig noch sehr traditionell. Viele Einkäufer holen Angebote per E-Mail und Telefon oder sogar noch per Fax ein und vergleichen dann. Der Einkauf kann jedoch beispielsweise durch das Tool eProcurement komplett digitalisiert und vor allem bei Standardaufgaben so stark vereinfacht werden, wie die Referenten beim Webinar "XOM Digi-Brunch" darlegten. Die C.E. Schneckenflügel GmbH hat laut Geschäftsführer Rolf Eiting inzwischen ihren gesamten Beschaffungsprozess digital neu aufgestellt. Mithilfe der XOM-Software stelle man die Metallbedarfe online ein und erhalte die Angebote der Stammlieferanten ebenfalls auf digitalem Weg, sagte er. Vor allem der übersichtliche Vergleich der Angebote stelle dabei einen großen Mehrwert dar. Auch könne die Einkaufsabteilung nun die Angabe von Bedarfen, Preisverhandlungen, Bestellübersichten usw. digital abbilden. "Wir sind dadurch wesentlich schneller und effizienter geworden und konnten unsere Lieferzeiten damit auf eine Woche verkürzen", so der Geschäftsführer.



Laut Andreas Schneider von Stahlmarkt Consult leistet ein digitales Einkaufs-Tool gerade beim Einkauf von Metallen gute Dienste. Auf den Metallmärkten stechen derzeit vor allem die Preisentwicklungen hervor. Insbesondere bei Flachstahl zeichnet sich der Markt durch eine starke Preisdynamik sowie einen leergefegten Spotmarkt aus. Die Preise für Warmbreitband liegen mit 870 bis 900 Euro je Tonne auf einem historisch hohen Niveau. "Der Markt ist momentan überhitzt und es ist trotz einer inzwischen höheren EU-Produktion erst einmal keine Entspannung in Sicht", sagte Schneider auf dem Webinar. Für die kommenden Monate sei vermutlich mit einer schrittweisen Entspannung zu rechnen, vorausgesetzt die Weltmarktpreise sinken wieder. Dies erfordere eine enge Marktbeobachtung durch die Metalleinkäufer und voraussichtlich rasches Handeln. Hierbei könne die Digitalisierung und Vereinfachung des Stahleinkaufs zum Beispiel durch das Tool XOM eProcurement gute Dienste leisten.



XOM-CEO Tim Milde rät den Unternehmen - neben einer Digitalisierung des Einkaufsprozesses - zudem dazu, sich insbesondere bei Stahl Lagerbestände als Puffer aufzubauen. Denn er rechnet nicht damit, dass in nächster Zeit allzu viele Stahllieferungen aus Asien nach Europa kommen. "Die Asiaten verdienen nämlich derzeit auf dem US-Markt mehr, da dort die Preise noch höher sind", lautet sein Argument. +++Christine Büttner

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Sie möchten keine Neuigkeiten mehr verpassen, zu unseren Veranstaltungen oder Informationsdienstleistungen?

Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an und wählen Sie die für Sie relevanten Branchen:

  • Stahl
  • NE-Metalle
  • Energie
  • Agrar | Ernährung
  • Kunststoffe
  • Einkauf
  • Europa | Außenhandel | Zoll
  • E-Mobility | H2-Mobility

Weitere Plattformen der MBI Infosource