16.09.2020 - Eisenerz-Direktreduktionsanlage/Salzgitter will bis März 2020 Ergebnisse vorlegen

Die Salzgitter AG plant den Bau einer Eisenerz-Direktreduktionsanlage am Tiefwasserhafen Wilhelmshaven. Die Anlage soll mit Wasserstoff betrieben werden, der unter Einsatz von Strom aus regenerativen Quellen per Elektrolyse gewonnen wird. Salzgitter arbeitet dafür mit dem Logistiker Rhenus, dem Energieunternehmen Uniper, dem Land Niedersachsen und der Stadt Wilhelmshaven zusammen. Die Vereinbarung über eine Machbarkeitsstudie wurde bereits Ende Juni unterschrieben. Die Ergebnisse der Studie sollen bis Ende März vorliegen, wie Salzgitter jetzt mitteilte.

Falls das Vorhaben Erfolg verspricht, sollen pro Jahr zwei Millionen Tonnen direkt reduziertes Eisenerz erzeugt werden. Das Eisenerz soll dann per Bahntransport zu dem integrierten Hüttenwerk der Salzgitter Flachstahl GmbH befördert werden, wo es zu hochwertigen, umweltfreundlichen Flachstahlprodukten weiterverarbeitet wird, heißt es weiter. Mit dem Einsatz von Wasserstoff lasse sich das bei der Stahlherstellung entstehende Kohlendioxid "perspektivisch um bis zu 95 Prozent" reduzieren, betont der Stahlkonzern. Die Region Wilhelmshaven biete gute Standortbedingungen für die Verwirklichung des Konzepts.

MBI/kri/16.9.2020

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