14.11.2022 - Ukrainische Getreideexporte/EU und Entwicklungsbanken erhöhen Unterstützung

BRÜSSEL -- Die Europäische Kommission und mehrere Entwicklungsbanken erhöhen ihre Unterstützung für die Getreideexporte aus der Ukraine um eine Milliarde Euro. Das Geld soll in die so genannten Solidaritätskorridore investiert werden. Dabei handelt es sich um Routen, auf denen ukrainisches Getreide auf der Straße oder auf der Schiene zu Häfen in der EU transportiert wird. Von dort kann es dann in andere Teile der Welt verschifft werden. "Wo Russland Zerstörung gesät hat, hat Europa die Hoffnung wiederhergestellt", erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Onlinedienst Twitter.Mit dem Geld sollten die Wartezeiten für Lkw und Züge verkürzt werden, die Richtung Polen und Rumänien fahren. Dafür ist einer Erklärung zufolge geplant, den Verkehrsfluss an Grenzübergängen und die Straßen- und Schieneninfrastruktur in der Ukraine zu verbessern. Die Ukraine ist einer der größten Getreideproduzenten der Welt. Wegen des russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind die Getreideexporte Kiews jedoch stark beeinträchtigt.Zwar wurde am 22. Juli ein von der UNO und der Türkei vermitteltes Abkommen in Istanbul unterzeichnet, um die sichere Ausfuhr von ukrainischem Getreide durch einen Schutzkorridor im Schwarzen Meer und den Export von russischen Lebensmitteln und Düngemitteln trotz des Krieges zu ermöglichen. Das Abkommen läuft aber am 19. November aus.Am vergangenen Freitag sprachen Vertreter Russlands und der UNO in Genf über eine Fortsetzung des Abkommens. Die Vereinten Nationen hoffen auf eine Verlängerung um ein Jahr. Es ist jedoch noch unklar, ob Russland seine Beteiligung verlängern wird. Moskau beklagte wiederholt, es könne sein Getreide und seine Düngemittel wegen der vom Westen verhängten Sanktionen nicht verkaufen. "Die Welt kann es sich nicht leisten, dass die globalen Probleme beim Zugang zu Düngemitteln zu einer globalen Nahrungsmittelknappheit führen", hieß es in einer Erklärung der Vereinten Nationen.MBI/AFP/aul/14.11.2022

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