14.01.2022 - Commerzbank hebt Inflationsprognose 2022 für Euroraum an

FRANKFURT -- Die Volkswirte der Commerzbank haben ihre Prognose für die Entwicklung der Verbraucherpreise im Euroraum im laufenden Jahr angehoben. Sie rechnen nun mit einer früheren Leitzinsanhebung der Europäischen Zentralbank (EZB) als bisher, wie Chefvolkswirt Jörg Krämer mitteilte. "Unsere Inflationsprognose für den Jahresdurchschnitt 2022 steigt deutlich von 2,4 auf 3,3 Prozent (Deutschland: von 3,3 auf 4,2 Prozent), die für die Kerninflation von 1,5 auf 2,2 Prozent", schrieb Krämer. Die Inflationsprognosen lägen nun etwas über denen der EZB.



Allerdings erwarten die Volkswirte Krämer zufolge weiterhin, dass die Inflation bis Jahresende auf rund 2 Prozent sinken wird. Die höheren Prognosen für den Jahresdurchschnitt ergeben sich, weil die Inflation deutlich höher ist als zuletzt erwartet und der Hochpunkt der Materialpreise später erreicht werden dürfte. Krämer zufolge wird die EZB ihren Einlagenzins erstmals im ersten Quartal 2023 anheben, und zwar um 10 Basispunkte. Bisher war das dritte Quartal avisiert worden. "Dabei wird sie deutlich machen, dass sie keinen klassischen Zinserhöhungszyklus anstrebt, sondern den Leitzins zunächst schrittweise auf 0,0 Prozent anheben möchte", prognostizierte Krämer. Eine Einstellung der Nettoanleihekäufe erwartet der Commerzbank-Chefvolkswirt demgemäß für das vierte Quartal dieses Jahres.

MBI/DJN/aul/14.1.2022

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