21.07.2021 - Umgang mit Klimawandel/Energiewirtschaft fordert von Politik mehr Ehrlichkeit

Die Präsidentin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Marie-Luise Wolff, hat von der Politik mehr Ehrlichkeit im Umgang mit dem Klimawandel gefordert. "Durch die Flutkatastrophe hat sich bestätigt, dass wir dringend mehr Klimaschutz brauchen", sagte Wolff den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Außerdem sei deutlich geworden, dass "sehr viele Klimaanpassungsmaßnahmen nötig werden", beispielsweise Regenrückhaltebecken oder weniger Flächenversiegelung.

Wolff beklagte einen unehrlichen Umgang der Politik mit Blick auf den Klimaschutz. Sie verwies auf die Kritik an der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und der Debatte um eine Spritpreiserhöhung von insgesamt 16 Cent. "Wer derzeit beispielsweise über die notwendige Erhöhung der Benzinpreise spricht, muss aufpassen, vom politischen Gegner nicht vollständig diskreditiert zu werden", sagte sie.

Die nächste Bundesregierung müsse "eine Entfesselung der regenerativen Stromerzeugung" vorantreiben, forderte Wolff. Künftig müssten alle verfügbaren Flächen zum Ausbau erneuerbarer Energien ausgereizt werden. "Bisher hatten wir in einigen Ländern eher eine Flächenverhinderungspolitik", kritisierte Wolff. "Das muss sich ändern. Es geht nicht mehr, dass Politiker einerseits pauschal für mehr Klimaschutz plädieren und gleichzeitig den Ausbau der Erneuerbaren de facto blockieren". Um das Klimaziel von Netto-Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen, müssten die Ausbaupfade für Wind- und Sonnenenergie "deutlich erhöht werden", forderte Wolff.

MBI/DJN/map/21.7.2021

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