14.01.2021 - OPEC-Monatsbericht/Ölnachfrage bleibt 2021 unter Vorkrisenniveau

Die globale Nachfrage nach Öl wird nach Einschätzung der OPEC im ersten Quartal 2021 aufgrund der anhaltenden Corona-Beschränkungen und der steigenden Infektionen gedämpft bleiben. In ihrem Monatsbericht hielt die Organisation der Erdöl exportierenden Länder an ihrer Prognose fest, dass die weltweite Ölnachfrage im Jahr 2021 nicht wieder das Niveau erreichen wird, das vor dem Ausbruch der Pandemie herrschte.

Die weltweite Nachfrage ist 2020 um 10 Prozent gesunken und das Kartell erwartet, dass die Nachfrage 2021 wieder auf 95,9 Millionen Barrel pro Tag steigen wird, was aber 4 Prozent unter dem Niveau von 2019 liegen würde.

Trotz des Beginns der Impfprogramme in den jüngsten Wochen lähmten steigende Infektionszahlen in Industrieländern des Westens weiterhin die wirtschaftliche Erholung, erklärte die OPEC und fügte hinzu, dass in Europa "die anhaltenden strengen Abschottungsmaßnahmen in Kombination mit freiwilliger sozialer Distanzierung das Wachstum im ersten Quartal 2021 voraussichtlich erneut erheblich beeinträchtigen werden."

Während die wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus in den reicheren Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wie in Nordamerika und Europa weiter anhalten, hat sich die Nachfrage in großen Nationen außerhalb der OECD wie China und Indien stark erholt. Die OPEC erwartet, dass die Nachfrage in diesem Länderblock im Jahr 2021 um 3,3 Millionen Barrel pro Tag steigen wird.

Die Ölpreise und Aktien sind in den jüngsten Wochen stark gestiegen, begünstigt durch die bevorstehenden Impfungen und die Ankündigung Saudi-Arabiens, die tägliche Ölproduktion im Februar einseitig um 1 Million Barrel zu drossel, zusätzlich zu den bereits zwischen der OPEC und ihren Verbündeten vereinbarten Kürzungen.

MBI/DJN/map/14.1.2021

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