22.09.2022 - Wind- und Solarenergie erstmals über 10 Prozent der globalen Stromerzeugung

Erneuerbare Energien haben 2021 einen Rekordbeitrag zu den globalen Netzen geleistet, aber Kohlekraft und Emissionen stiegen ebenfalls auf neue Höchstwerte. Zu diesem Ergebnis gelangt das Forschungsunternehmen BloombergNEF (BNEF) in seinen "Power Transition Trends".Nach Angaben von BNEF werden die weltweiten Wind- und Solarprojekte im Jahr 2022 zum ersten Mal mehr als ein Zehntel des globalen Strombedarfs decken. Gleichzeitig stiegen 2021 die Gesamtstromnachfrage, die Produktion aus Kohlekraftwerken und die Emissionen, da die Weltwirtschaft nach der Covid-19-Pandemie wieder auf die Beine kam.Mit fast 3.000 Terawattstunden erzeugter Elektrizität machten Wind- und Solarenergie zusammen 10,5 Prozent der weltweiten Stromerzeugung im Jahr 2021 aus, meldet BNEF in seinem jährlichen Bericht. Der Anteil der Windenergie an der globalen Gesamterzeugung stieg auf 6,8 Prozent, während der Anteil der Solarenergie auf 3,7 Prozent zunahm. Vor einem Jahrzehnt machten diese beiden Technologien zusammen deutlich weniger als 1 Prozent der gesamten Stromerzeugung aus. Insgesamt waren im Jahr 2021 39 Prozent des weltweit erzeugten Stroms kohlenstofffrei. Wasser- und Kernkraftprojekte deckten etwas mehr als ein Viertel des weltweiten Strombedarfs.Seit 2017 haben Wind- und Solarkraftwerke jedes Jahr den Großteil der neuen Stromerzeugungskapazitäten in den globalen Netzen ausgemacht. Im Jahr 2021 erreichten sie einen Rekordwert von drei Vierteln der neu errichteten Kapazität von 364 Gigawatt. Einschließlich Wasserkraft, Kernenergie und sonstiger Energieträger machten kohlenstofffreie Energien 85 Prozent aller neu hinzugefügten Kapazitäten aus. "Erneuerbare Energien sind heute für die meisten Länder, die Stromerzeugungskapazitäten hinzufügen oder sogar ersetzen wollen, die erste Wahl", sagte Luiza Demôro, Leiterin des Bereichs Energiewende bei BloombergNEF. "Das liegt nicht mehr an Vorschriften oder Subventionen, sondern einfach daran, dass diese Technologien immer öfter die wettbewerbsfähigsten sind."Die Solarenergie expandierte auch 2021 besonders stark, sowohl was den Zubau neuer Kapazitäten als auch die Erschließung neuer Märkte angeht. Mit 182 Gigawatt machte die Solarenergie die Hälfte aller weltweit hinzugefügten Kapazitäten aus. Ihr Beitrag zu den globalen Netzen überstieg zum ersten Mal die Marke von 1.000 Terawattstunden. Außerdem ist die Solarenergie inzwischen praktisch allgegenwärtig. In fast der Hälfte aller von BNEF erfassten Länder, in denen Kapazitäten zugebaut wurden, war die Solarenergie die erste Wahl, was das Volumen angeht. In mindestens 112 Ländern ist inzwischen mindestens ein Megawatt an Solarkapazität installiert.MBI/sir/22.9.2022 

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