25.11.2021 - CDU-Generalsekretär kritisiert Klimapläne der Ampel

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat die Pläne der künftigen Ampel-Koalition beim Klimaschutz scharf kritisiert. Ziemiak sagte der Rheinischen Post, die Vorhaben hätten nur noch wenig mit dem Programm der Grünen vor der Wahl zu tun. "In Wahrheit führt die Ampel vieles fort, was die letzte Bundesregierung auf den Weg gebracht hat", sagte der Generalsekretär. "Wie die Ampel dann aber eine bezahlbare und sichere Energieversorgung gewährleisten will, dazu findet sich nichts im Koalitionsvertrag."

Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer (Fridays For Future) hat kritisiert, dass die Ampelkoalition trotz eines Bekenntnisses zum "1,5-Grad-Pfad" zu wenig für den Klimaschutz vereinbart hat. "Was aktuell im Koalitionsvertrag steht, reicht dafür nicht", sagte Neubauer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "In der Klimapolitik ist die Frage nicht, ob man etwas mehr macht als die Vorgängerregierung. Die Frage ist, ob man genug macht, um den internationalen Klimaversprechen gerecht zu werden. Das kann man sich zwar schön rechnen, aber CO2-Moleküle beeindruckt das nicht, und drohende Klimakatastrophen in der Regel auch nicht", sagte die Aktivistin.

Die Energieprofessorin Claudia Kemfert hält den Ampel-Koalitionsvertrag nicht für ausreichend, um das Paris-Abkommen einzuhalten. "Insgesamt geht der Koalitionsvertrag beim Klimaschutz in die richtige Richtung, auch wenn es durchaus noch Verbesserungspotential gibt", sagte sie der Frankfurter Rundschau. Positiv zu werten sei, dass die Ampel am 1,5-Grad-Ziel festhalte und den Kohleausstieg bis 2030 erreichen wolle. Der geplante Anstieg des Ökostrom-Anteils auf 80 Prozent mache die Reduktion bei der Köhle möglich. "Damit ist man allerdings noch nicht komplett auf dem Paris-kompatiblen Pfad, denn dafür müsste der Erneuerbare-Energien-Anteil 2030 bei 95 Prozent liegen", so Kemfert, die Abteilungsleiterin beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin ist.

MBI/DJN/map/25.11.2021

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