16.09.2020 - Initiative #windforfuture/EnBW baut Onshroe-Windkraft weiter aus

Der Energiekonzern EnBW baut seine Onshore-Windkraft weiter aus: Mit Zukäufen bestehender Windkraftanlagen in Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie dem eigenen Zubau erwartet der Versorger ein Wachstum von knapp 90 Megawatt (MW) in Deutschland. Erst kürzlich berichtete EnBW über den Kauf von 20 Windkraftanlagen in Sachsen-Anhalt mit einer Gesamtleistung von 36 MW. Dort soll mittelfristig ein Repowering Altanlagen durch leistungsfähigere neue Windräder ersetzen.



Darüber hinaus hat EnBW in Brandenburg einen weiteren Onshore-Windpark mit 18 MW erworben. Hinzu kommen in diesem Jahr Projekte aus der eigenen Entwicklung mit zusammen 33,5 MW, wie der Energieversorger am Mittwoch weiter mitteilte. "Trotz der unverändert angespannten Marktsituation können wir durch eigene Entwicklung und anorganisches Wachstum unsere Windkraftkapazitäten an Land im laufenden Jahr auf deutlich über 900 MW erhöhen", erklärte Dirk Güsewell, der bei EnBW den Windkraftausbau verantwortet.



Allerdings sei die Situation im deutschen Onshore-Windkraftmark weiterhin dramatisch, gab Güsewell zu Bedenken. "Während der Gesetzgeber bei Genehmigungsverfahren von drei oder sieben Monaten ausgeht, dauert es tatsächlich fünfmal solange", sagte er. Güsewell forderte "Mut und Entschlossenheit von der Politik", um den Ausbau voranzubringen. Das Ausbauziel der Bundesregierung, bis 2030 65 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien bereitzustellen, sei ohne weitere Maßnahmen aus Sicht der EnBW nicht erreichbar.



Um den Windkraftausbau in Deutschland voran zu bringen, hat die EnBW sich mit über 50 Partnerorganisationen und -unternehmen zu der branchenweiten Initiative #windforfuture zusammengeschlossen. Sie ist nach Unternehmensangaben die größte Kampagne der deutschen Windenergiebranche und stellt sich gegen den drohenden Kollaps der deutschen Windkraft und damit das Scheitern der Energiewende.

MBI/aul/16.9.2020

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