18.09.2020 - EU-Klimaschutzvorgaben/ZVEI fordert bessere Rahmenbedingungen für Investitionen

Die EU-Organe sollen für bessere Rahmenbedingungen sorgen, um die ambitionierten CO2-Einsparvorgaben zu erreichen, fordert der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Die Ziele seien nur durch Elektrifizierung und Digitalisierung aller Sektoren zu realisieren, erklärte der Verband. "Am wichtigsten ist, dass Strompreise sinken und im Gegenzug CO2-Preise steigen", sagte Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. Dazu müsse die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten helfen, die staatlichen Belastungen bei Strompreis deutlich zu verringern.



Als Beispiel für hohe Belastungen nannte der ZVEI die EEG-Umlage in Deutschland. "Eine gegebenenfalls differenzierte CO2-Bepreisung sollte europaweit und für alle Sektoren eingeführt werden, inklusive Gebäude und Transport. Nur so schaffen wir einen Anreiz für Investitionen in die Elektrifizierung", erklärte Weber. Auch das Thema Digitalisierung kann laut ZVEI durch die gesteigerten Investitionen an Fahrt aufnehmen. "Grüne und digitale Transformation gehen Hand in Hand. Das zeigt etwa die dringend notwendige Digitalisierung des Energiesystems und der Verteilnetze hin zu einem Smart Grid", führte Weber aus.

MBI/aul/18.9.2020

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