12.01.2022 - Energiewende/DIHK fordert von Regierung "komplette Schubumkehr"

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat angesichts der Klimabilanz von Bundeswirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck (Grüne) von der neuen Bundesregierung eine "komplette Schubumkehr" bei der Energiewende gefordert. So dauerten die Genehmigungen von Windparks in Deutschland im Schnitt mit zwei Jahren zu lange. Auch benötigten die Unternehmen Entlastungen bei den hohen Strom-, Gas- und CO2-Preisen, da diese die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland beschädigten.

"Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien muss in den kommenden acht Jahren hierzulande mehr als verdoppelt werden. Deshalb ist es richtig, beim Ausbau erneuerbarer Energien endlich den Turbo zu zünden. Dafür brauchen wir eine Schubumkehr: weniger Bürokratie und viel mehr Tempo bei den Planungs- und Genehmigungsverfahren", forderte DIHK-Präsident Peter Adrian.

Zuvor hatte Habeck erklärte, dass Deutschland bei der Energiewende dreimal besser werden müsse, da Deutschland ohne einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien auch 2030 seine Minderungsziele beim Kohlendioxidausstoß (CO2) zu verfehlen drohe. Er kündigte an, die Flächen für den Ausbau der Windkraft auf 2 Prozent der Gesamtfläche in Deutschland zu vervierfachen sowie die Photovoltaik und die Produktion von grünem Wasserstoff massiv auszuweiten.

Der DIHK erklärte, dass man beim förderfreien Ausbau von Windrädern und Photovoltaik-Parks nicht auf eine deutliche Ausweitung der EEG-Förderung setzen sollte, sondern vor allem auf mehr Wohlwollen. "Denn dieser Markt mit vielen guten deutschen Anbietern legt gerade rasant an Tempo zu. Die Bundesregierung ist deshalb gut beraten, hier auf bessere Rahmenbedingungen zu setzen, statt ihn mit starren Förderbedingungen faktisch auszutrocknen", sagte Adrian.

MBI/DJN/map/12.1.2022

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