12.09.2020 - Oxygen Technologies/Servicemodule wie Eigenstromoptimierung als neue digitale Geschäftsmodelle für Stadtwerke

Vier Gründer aus Freiburg haben große Pläne: Mit ihrem Startup Oxygen Technologies wollen sie weltweit die Energiewirtschaft digitalisieren und das Betriebssystem für dezentrale Energieanlagen liefern. "Denn damit die Energiewende funktioniert, muss man die dezentralen Anlagen koordinieren und steuern können", sagt Co-Gründer und Geschäftsführer Gregor Rohbogner.



Über eine eigens entwickelte Steuerungsbox bindet das Startup deshalb etwa PV-Anlagen, Blockheizkraftwerke, Batterien oder Wärmepumpen an die Server des Unternehmens an. "Das funktioniert technologie- und herstellerübergreifend. Das unterscheidet uns von vielen anderen Anbietern", sagt Rohbogner.



Das 2016 gegründete Startup hat so eine zentrale IT-Plattform geschaffen, auf der alle Daten von Energieanlagen auflaufen und über die etwa Wallboxen oder Wärmepumpen ansteuerbar sind. "Das ist die Grundlage für verschiedenste Energiedienstleistungen, die ebenfalls auf der Plattform laufen", so Rohbogner. Diese können Kunden des Startups wie Stadtwerke ihren Endkunden als White-Label-Lösung anbieten. "Für Energieversorger ist das zwingend notwendig, um ihre Kunden langfristig halten zu können", glaubt Rohbogner.



Sein Unternehmen bietet beispielsweise Software-Lösungen wie eine Eigenstromoptimierung für Endkunden an. Stromspeicher, Blockheizkraftwerke oder E-Ladestationen werden dann so betrieben, dass der Prosumer möglichst viel eigenen Strom bezieht. Der Anlagenbesitzer kann über eine App, die das Startup Energieversorgern ebenfalls als White-Label-Lösung anbietet, alle Daten einsehen. Ein anderes Software-Modul, das Oxygen Technologies bereits anbietet, ist Community-Strom. Mitglieder einer Energiegemeinschaft können dann auch sehen, wann wie viel Grünstrom von einem Mitglied ins Netz eingespeist wurde.



"Die Plattform ist aber auch offen für die Anwendungen anderer Entwickler oder Hersteller", sagt Rohbogner. Die Plattform namens Elements, die die Anbindung der dezentralen Anlagen ermöglicht, vergleicht Rohbogner mit einem Betriebssystem fürs Smartphone - inklusive Store, auf dem Drittanbieter eigene Anwendungen anbieten können. Es laufen beispielsweise erste Partnerschaften, durch die das Startup die Abrechnung neuer Geschäftsmodelle erleichtern will. Denn wenn Kunden Energie nicht mehr nur beziehen, sondern gleichzeitig auch verkaufen, macht das die Abrechnung aufwendig und komplex.



"Unser Ziel ist es, dass Energieversorger wie in einem App-Store alle möglichen Services über unsere Plattform abwickeln können", sagt Rohbogner. Stadtwerke können zudem auch eigene Dienstleistungen entwickeln. "Das ist ein Punkt, den unsere Kunden immer wieder positiv hervorheben. Denn sie machen sich nicht davon abhängig, dass wir die Module anbieten, die sie brauchen."



Lesen Sie den ausführlichen Beitrag in der nächsten Ausgabe von MBI-Energy 4.0



Louisa Schmidt

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