21.11.2020 - Case Study Solytic/Mehr aus der Solaranlage holen

Solytic verbessert mit einer Monitoring-Plattform die Performance von PV-Anlagen. Algorithmen berechnen mit Livedaten, wann sich Services wie die Reinigung oder eine Batterie lohnen und vermittelt an passende Anbieter. Stadtwerken bietet das Startup eine White Label Lösung an.



Wer sich mit eigenem Solarstrom versorgen will, muss weit mehr tun, als eine PV-Anlage auszuwählen und auf dem Dach zu installieren: Eine Finanzierung muss her, die Energie vermarktet, die Anlage gewartet oder eine Batterie nachgerüstet werden. Das Startup Solytic will Hausbesitzern den Betrieb deutlich einfacher machen.



Das junge Berliner Tech-Unternehmen hat ein Monitoring-Portal entwickelt, auf dem die Daten der PV-Anlagen zusammenfließen. Dieses analysiert mithilfe maschinellen Lernens beispielsweise Fehlermeldungen. Die Software berechnet auf dieser Basis dann etwa den finanziell besten Zeitpunkt, um die Anlage zu reinigen oder zu warten. 35 verschiedene Services, die den Betrieb von Solaranlagen optimieren, vermittelt das Startup auf diese Weise. Solytic ist also auch ein Marktplatz für PV-Dienstleistungen und arbeitet mit verschiedenen Anbietern zusammen. „Unser Ziel ist es, dass wir Hauseigentümern das ganze Denken und Handeln rund um ihre Solaranlage abnehmen und dabei stets finanziell sinnvolle Entscheidungen zu treffen“, sagt Geschäftsführer Konrad Perényi.



Im September 2017 hat Perényi das Startup mitgegründet, gleich zu Beginn war Vattenfall als Investor an Bord und hat drei Millionen Euro ins neue Unternehmen gesteckt. Inzwischen arbeiten über 30 Mitarbeiter für die Berliner Tech-Firma. Anfang dieses Jahres haben mit Vattenfall und EWE nochmal zwei große Versorger in Solytic investiert. „Zu dem Zeitpunkt war unsere Lösung bereits mit über 100.000 PV-Anlagen verbunden“, berichtet Perényi. Ein Backend zu bauen, an das das Startup perspektivisch viele Millionen Solaranlagen anschließen kann, sei die größte Herausforderung vor dem Investment gewesen.



Grundlage der Lösung ist das Monitoring-System, das Daten direkt von der Anlage empfängt. Solytic erstellt zu Beginn einen digitalen Zwilling - das heißt, es füttert die Software mit Angaben über den Aufbau der Anlage oder Infos, welche Versicherungen abgeschlossen sind. Im Betrieb wertet Solytic automatisiert Live-Daten aus und kombiniert diese etwa mit Wetterdaten, Vergleichsdaten von Anlagen in der Nachbarschaft oder Satellitenbildern. „Daraus lassen sich durch maschinelles Lernen sehr präzise Angaben treffen, welche Services nötig sind“, so Perényi.



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Louisa Schmidt

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