19.03.2020 - Sicherung der Lieferketten/Logistikbranche ruft nach weiteren Maßnahmen

Die deutschen Verbände der Transport- und Logistikbranche - AMÖ, BGL, BIEK, DSLV und BWVL - rufen die Politik zu weiteren Schritten auf, um die Versorgung nicht nur der Verbraucher sondern auch der Unternehmen sicherzustellen. Denn die Lieferketten in Deutschland stünden unter Spannung. So sei eine Aussetzung des Sonntagsfahrverbots zwar ein richtiger Schritt. Dieser müsse aber für den Transport sämtlicher Warengruppen gelten, "damit nicht nur die Supermärkte gefüllt bleiben, sondern die Wirtschaft die Güter des täglichen Bedarfs auch weiterhin produzieren kann", fordern die Verbände in einer gemeinsamen Mitteilung.



Zudem müsse die Politik dafür sorgen, dass der grenzüberschreitende Warenverkehr reibungslos passieren kann, um die Lieferketten stabil zu halten. Dies ließe sich beispielsweise durch die Einrichtung von "Green Lanes" für Lkw an Grenzen, wie jüngst von der EU-Kommission vorgeschlagen, erreichen. Um den Überblick über die zum Teil länderindividuellen Maßnahmen zu gewährleisten, sei zudem eine zentrale Bündelung der Informationen notwendig, beispielsweise in Logistik-Krisennotfallzentren.



Alle Beschäftigten in der Branche befinden sich derzeit im Dauereinsatz. Dabei handelt es sich um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Import- und Exportabteilungen, der Disposition, in den Umschlagsanlagen, in den Lägern sowie die Fahrerinnen und Fahrer von schweren Lkw im internationalen Fernverkehr, von leichten Lkw in der Regionalversorgung bis hin zu Kurierfahrzeugen in der Paketzustellung.

MBI/crb/19.3.2020

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