23.10.2020 - Markit/Wirtschaft der Eurozone schrumpft im Oktober leicht

Die Wirtschaftsleistung der Eurozone ist im Oktober wieder leicht geschrumpft. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - verringerte sich auf 49,4 Zähler von 50,4 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut im Zuge der ersten Veröffentlichung berichtete. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 49,3 Punkte vorhergesagt. Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf eine Schrumpfung.

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes stieg wider Erwarten auf 54,4 Punkte von 53,7 im Vormonat. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 52,6 Zähler prognostiziert. Der Index für den Servicesektor fiel auf 46,2 Punkte von 48,0 im Vormonat. Ökonomen hatten einen geringeren Rückgang auf 46,7 Punkte erwartet.

Sowohl auf der Sektoren- wie auch auf der Länderebene liefen die Entwicklungen auseinander: Die deutsche Wirtschaft wuchs den vierten Monat in Serie und mit nahezu unvermindertem Tempo, während die französische Wirtschaft zum zweiten Mal in Folge schrumpfte.

"Unsere aktuelle Umfrage zeigt eine Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten", sagte IHS-Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. "Auf der einen Seite die Industrie, die dank der anziehenden globalen Nachfrage und einem boomenden Auftragseingang so stark wächst wie zuletzt Anfang 2018. Auf der anderen Seite der Servicesektor, der immer stärker unter den verschärften Corona-Restriktionen leidet, vor allem das schwergebeutelte Gastgewerbe, wo die Nachfrage wegbricht."

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