10.01.2022 - Aluminium/Europäischer Markt wird zunehmend eng

Die Aluminiumhütte im nordfranzösischen Dunkerque drosselt ihre Produktion um 15 Prozent. Die Anlage mit einer Jahreskapazität von 285.000 Tonnen reagiert damit auf die hohen Strompreise, wie ein Unternehmenssprecher der Agenur Reuters bestätigte. Zu möglichen weiteren Produktionskürzungen wollte er sich nicht äußern. Ein Gewerkschaftsfunktionär sagte dem lokalen Radiosender, dass die Kürzungen auf etwa 25 Prozent der Kapazität ausgeweitet würden, sollten die Strompreise nicht sinken.

Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann geht unterdessen davon aus, dass sich der Aluminiummarkt in Europa weiter anspannen dürfte. Laut dem Research-Institut CRU sind in der EU Produktionskapazitäten von fast 600.000 Tonnen von Kürzungen betroffen. In den europäischen Lagerhäusern der London Metal Exchange (LME) lagert so wenig Aluminium wie nie zuvor, beobachtet Briesemann. "Solange die Energiepreise hoch bleiben oder sogar weiter steigen, könnten noch mehr Aluminiumhersteller ihre Produktion drosseln. Dies dürfte den Aluminiumpreis hoch halten beziehungsweise zunächst noch weiter steigen lassen", prognostizierte er.

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