13.05.2022 - Zucker, Salz und Fett/MRI sieht weiteres Reduktionspotenzial

Mit dem "Produktmonitoring 2021" hat das Max Rubner-Institut (MRI) am Freitag aktuelle Ergebnisse zu Energie- und Nährstoffgehalten in Fertiglebensmitteln veröffentlicht. Insgesamt seien im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft fast 4.500 Produkte auf ihre Gehalte an Energie, Zucker, Fett, gesättigte Fettsäuren und Salz untersucht worden, darunter Nudelsoßen, kalte Soßen, Tiefkühl-Komplettfertiggerichte, Fleischersatz- und Wurstersatzprodukte sowie Feingebäck.Der Vergleich der Energie- und Nährstoffgehalte der untersuchten Fertigprodukte der Basiserhebung 2016 mit der aktuellen Erhebung 2021 lässt laut MRI eine kontinuierliche Entwicklung erkennen: Das Marktangebot dehnt sich teilweise zu Produkten mit niedrigeren Gehalten hin aus, und es konnten zum Teil signifikante Verringerungen gegenüber der Basiserhebung festgestellt werden. Dennoch seien weiterhin Produkte in den oberen Bereichen der Energie- und Nährstoffgehalte auf dem Markt. Die Tatsache, dass in einigen Produktgruppen die Energie- und Nähstoffgehalte im Vergleich zur Basiserhebung erhöht seien, weise darauf hin, dass es weiteres Reduktionspotenzial gebe.Ein Fokus des Produktmonitorings 2021 lag demnach erneut auf der besonders sensiblen Gruppe der Kinder. Bei den Produkten mit Kinderoptik zeige sich, dass diese gegenüber vergleichbaren Produkten ohne Kinderoptik überwiegend geringere Energie-, Fett-, Zucker- und Salzgehalte aufwiesen oder zumindest im gleichen Bereich lägen. Nur Waffelgebäck mit Kinderoptik fällt allerdings durch vergleichsweise hohe Fettgehalte auf.Nudelsoßen enthalten laut MRI im Durchschnitt weniger Salz als bei der Basiserhebung 2016. Dies treffe für die Gesamtstichprobe zu, aber auch für die Untergruppen Bolognese-Soßen mit Fleisch und Tomatensoßen mit Gemüse/Pilzen. Weniger Energie und Fett im Vergleich zur Erhebung 2016 enthielten die hellen Nudelsoßen, zum Beispiel Carbonara. Die Gruppe der kalten Soßen umfasst beispielsweise Ketchup oder Grillsoßen. Dort fielen im Vergleich zur Basiserhebung 2016 insbesondere die süß-sauren/süß-scharfen Soßen durch höhere Gehalte an Energie, Zucker und Salz auf. Tomatenketchup und Gewürzketchup hingegen enthielten weniger Salz als 2016.Das Angebot an Fleischersatz- und Wurstersatzprodukten auf dem Markt nimmt stetig zu. Im Vergleich zur Basiserhebung 2016 seien die Gehalte an Energie und gesättigten Fettsäuren der Fleischersatz- und Wurstersatzprodukte in der Gesamtstichprobe 2021 signifikant höher gewesen, so das MRI.Feingebäck wie Kekse und Waffeln werden von nahezu allen Haushalten gekauft. Im Vergleich zur Basiserhebung 2016 habe sich für die Gesamtstichprobe und für mehrere Produktuntergruppen gezeigt, dass die Produkte der Stichprobe 2021 weniger Zucker enthielten, allerdings auch mehr Fett bzw. gesättigte Fettsäuen.Die Mehrheit der untersuchten Produktuntergruppen der Tiefkühl-Komplettfertiggerichte enthält demnach im Median weniger als ein Gramm Salz pro 100 Gramm Produkt. Insgesamt hätten Produkte mit sehr hohem Salzgehalt eine geringe Marktrelevanz. Die Erhebung 2021 umfasste laut dem Deutschen Tiefkühlinstitut (dti) 785 Tiefkühl-Komplettfertiggerichte. Dabei sei zudem festgestellt worden, dass es bei TK-Komplettfertiggerichten zwischen 2016 und 2021 eine Reduktion der durchschnittlichen Gehalte an Energie (minus 4,6 Prozent), gesättigten Fettsäuren (minus 9,7 Prozent) und Salz (minus 5,9 Prozent) gab. "Dank der schonenden Haltbarmachung durch das Schockfrosten kommen die Produkte aus der Kälte ohne hohe Salzgehalte und Konservierungsstoffe aus. Die Ergebnisse bei Fertiggerichten zeigen eindeutig, dass die Branche auf einem erfolgreichen Weg ist, den Kunden ernährungsphysiologisch optimierte Produkte anzubieten", sagte dti-Geschäftsführerin Sabine Eichner.MBI/12/sru/ste/13.5.2022

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