23.02.2021 - Trendwende/EU-Notierungen für Schlachtschweine steigen

Der europäische Schlachtschweinemarkt zeigt sich mit dem frühlingshaften Wetter von seiner optimistischen Seite, und die Notierungen für Schlachtschweine legen fast ohne Ausnahme zu. Die Preisanstiege reichen von leichten 2 Cent bis zu maximal 6 Cent, wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Nord (ISN) am Dienstag mitteilt. Das Angebot an Schlachtschweinen pendelt demnach aktuell zurück und sorgt somit für spürbare Entlastung. Zum Teil wird bereits von einem knappen Angebot berichtet.

In Deutschland konnte der Angebotsüberhang laut der Erzeugervereinigung zuletzt um weitere 90.000 Schweine abgebaut werden. Ursächlich für dieses hohe Tempo des Abbaus ist das geringer werdende Angebot an nachwachsenden Schweinen bei gleichzeitig stabiler und hoher Schlachtaktivität der Schlachtunternehmen. So zeigte die deutsche Leitnotierung nach 13 unbeweglichen Wochen mit einem leichten Plus von 2 Cent leicht nach oben. Unter anderem Frankreich folgte mit einem ebenfalls kleinen Plus.

Die Preisanstiege der übrigen Länder reichen bis zu 6 Cent in Belgien. Das korrigierte belgische Notierungsniveau bildet mit 1,11 Euro jedoch noch immer das Schlusslicht im europäischen Preisvergleich der ISN. Mit einem Plus von rund 13 Cent innerhalb von vier Wochen ist Belgien der deutschen Notierung inzwischen dicht auf den Fersen. In Spanien ist die Nachfrage nach Schweinen - nicht zuletzt dank eines regen Chinaexports - größer als das Angebot, was einen ebenfalls deutlichen Notierungsanstieg zur Folge hat. Spanien baut damit seine Spitzenposition im europäischen Preisgefüge der fünf größten Schweine haltenden EU-Mitgliedsländer deutlich aus. In Italien ermöglichte eine enge Versorgungslage am Lebendmarkt bis zuletzt kontinuierlich steigende Preise.

Nach einem symbolischen Preisanstieg in der Vorwoche erhöhte sich auch in den Niederlanden die Notierung Beurs 2.0 um weitere 4 Cent. Durch Ausweitung der Schlachtungen an Samstagen konnte der Angebotsüberhang merklich abgetragen werden. Ein unter 100 Prozent liegendes Angebot an schlachtreifen Schweinen sorgte in Österreich für einen weiteren Preisanstieg. Dem Fleischmarkt fehlen nach Angaben von Marktteilnehmern Impulse aufgrund des fehlenden Wintertourismus und der Gastronomie.

Die dänische Notierung entwickelt sich entgegen der Entwicklung anderer EU-Länder weiter stabil. Doch auch in Dänemark sieht man Anzeichen, dass das Angebot an Schweinefleisch in Europa allmählich abnimmt. So schmilzt auch der dänische Schweinestau weiter zusammen. Der Schweinefleischexport nach China und Japan sei zudem gut. Und auch aus Großbritannien ziehe die Nachfrage an.

Mit neuem Optimismus startet der deutsche Schlachtschweinemarkt in die neue Woche. Der freundliche Trend dürfte sich aus heutiger Sicht weiter fortsetzen, erwartet die ISN.

MBI/12/ste/23.2.2021

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