12.09.2025 - Konjunkturbericht 01|2025 der BVE/Keine Wachstumsimpulse bei den Lebensmittelherstellern
Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hat ihren aktuellen Konjunkturbericht 01|2025 veröffentlicht, der Daten und Fakten zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Branche im vierten Quartal 2024 sowie im ersten Quartal 2025 enthält. Das von politischen Unsicherheiten geprägte Umfeld – ausgelöst durch die Neuwahl zum Jahreswechsel und anhaltende geopolitische Konflikte – habe in Deutschland zu einer spürbaren Zurückhaltung geführt, erläuterte die BVE.Hinzu komme eine anhaltende Strukturkrise der Industrie. In der Folge habe auch die Ernährungsindustrie eine schwache Inlandsnachfrage verzeichnet. Obwohl die Reallöhne 2024 und auch im laufenden Jahr 2025 steigen, halten sich die Verbraucher beim Einkauf von Lebensmittel und Getränken deutlich zurück, wie die BVE weiter erklärt. Auf den Auslandsmärkten hingegen hätten sich die deutschen Lebensmittelhersteller vorerst behaupten können. Doch auch dort stellten geopolitische Unsicherheiten und Handelsbeschränkungen aktuelle und künftige Herausforderungen dar. Die Sorge vor einer anhaltenden Rezession über das Jahr 2025 hinaus belaste somit die deutsche Ernährungsindustrie.Die Ernährungsindustrie hat den weiteren Angaben nach im vierten Quartal 2024 einen Umsatz von 59,7 Milliarden Euro, was einem realen Verlust von 0,8 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht. Das Inlandsgeschäft verzeichnete mit minus 2,0 Prozent einen deutlichen Verlust, während das Auslandsgeschäft ein reales Plus von 1,5 Prozent erzielte. Nominal legte der Auslandsumsatz um 7,4 Prozent zu, während das Inland lediglich um 0,2 Prozent zulegte. Damit erreichten die Umsätze 37,7 Mrd EUR im Inland und 22,0 Mrd EUR im Ausland. Die Verkaufspreise stiegen in diesem Zeitraum im Inland um 2,2 Prozent und im Ausland um 5,8 Prozent. Im ersten Quartal 2025 lag der Branchenumsatz laut BVE bei 58,5 Mrd EUR, was einem realen Minus von 1,5 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht. Während das Auslandsgeschäft um 1,9 Prozent wuchs, sank der Inlandsumsatz preisbereinigt deutlich um 3,4 Prozent. Im Inland lag der Umsatz bei 36,5 Mrd EUR und ging damit auch nominal leicht um 0,4 Prozent zurück. Das Auslandsgeschäft erreichte rund 22,0 Mrd EUR und legte nominal um 9,5 Prozent zu. Die Verkaufspreise stiegen im Inland um 3,1 Prozent, im Ausland um 7,4 Prozent. Allerdings hätten Vorzieheffekte infolge der angekündigten verschärften Zollpolitik der US-Administration das Ergebnis positiv beeinflusst, so der Verband. Ein nachhaltiger Wachstumstrend auf den Exportmärkten erscheine angesichts derzeit ansteigender Handelsbarrieren derzeit unwahrscheinlich. Die Stimmung der Ernährungsindustrie verharrte laut ifo-Geschäftsklimaindex im Laufe des vierten Quartals 2024 und des ersten Quartals 2025 unter der neutralen Marke von einhundert, die Wachstum signalisieren würde. Zur Einschätzung der derzeitigen sowie zukünftigen Ertragslage in der Ernährungsindustrie äußerten sich die Lebensmittelherstellerzeigte pessimistischer.MBI/12/sru/ssc/12.9.2025
Melden Sie sich für unseren Newsletter an
Sie möchten keine Neuigkeiten mehr verpassen, zu unseren Veranstaltungen oder Informationsdienstleistungen?
Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an und wählen Sie die für Sie relevanten Branchen:
- Stahl
- NE-Metalle
- Energie
- Agrar | Ernährung
- Kunststoffe
- Einkauf
- Europa | Außenhandel | Zoll
- E-Mobility | H2-Mobility
