13.01.2026 - Konflikt mit Weidetieren/Berlin will Wolf wieder jagdbar machen
Der Wolf soll nach dem Willen der Bundesregierung wieder bejagt werden können. Zu diesem Zweck legte sie jetzt den Gesetzentwurf (21/3546) "zur Änderung des Bundesjagdgesetzes und zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes" vor. Er beinhaltet, dass der Wolf als jagdbare Tierart in das Bundesjagdgesetz aufgenommen wird. Zur Begründung heißt es in dem Entwurf, die Rückkehr des Wolfs in Deutschland und Europa sei ein Erfolg der Artenschutzpolitik. Mit zunehmender Ausbreitung des Wolfs steige allerdings auch das Konfliktpotenzial in Bezug auf die Bevölkerung sowie hinsichtlich der Weidetierhaltung.Hierzu legt die Bundesregierung Zahlen vor: Danach wurden im Jahr 2024 bei rund 1.100 Übergriffen rund 4.300 Nutztiere durch Wölfe gerissen oder verletzt. Aufgrund dieser Gefahr sollen sich im Jahr 2024 Ausgaben für Herdenschutzmaßnahmen in Deutschland von rund 23,4 Millionen Euro ergeben haben - zuzüglich weiterer rund 780.000 Euro an Ausgleichzahlungen für Nutztierübergriffe.Die Wolfsübergriffe hätten zu erheblichen und potenziell existenzbedrohenden Belastungen für die Weidetierhalter geführt, stellt die Bundesregierung fest. Wie sie in ihrem Gesetzentwurf erläutert, wurde die Gesetzesänderung möglich, weil der Schutzstatus des Wolfs in der Berner Konvention zum 7. März 2025 von "besonders geschützt" auf "geschützt" herabgestuft wurde.MBI/12/jc/ssc/13.1.2026
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