20.11.2020 - Fleisch aus Zellkulturen/Aleph Farms plant Massenproduktion ab Ende 2022

Das israelische Start-up Aleph Farms stellt an diesem Freitag den Prototyp seines ersten kommerziellen Steak-Produkts auf dem Asien-Pazifik-Gipfel für Agrar- und Lebensmittelinnovation in Singapur vor. Der In-Vitro-Fleisch-Hersteller sieht sich eigenen Angaben zufolge auf dem Weg, die Massenproduktion für seine dünn geschnittenen Rindersteaks ab Ende 2022 in einer Pilotanlage zu starten. Die Steaks würden direkt aus nicht gentechnisch veränderten Zellen einer lebenden Kuh gezüchtet. Sie besäßen ernährungsphysiologische, kulinarische und sensorische Eigenschaften von Fleisch in Hinblick auf Textur, Geschmack und Aroma, betonte Aleph Farms. In großen Mengen produziert solle das In-Vitro-Fleisch so viel wie konventionelles Fleisch kosten.

"Eine der großen Herausforderungen von Zuchtfleisch ist die Fähigkeit, große Mengen effizient zu Kosten zu produzieren, die mit den Preisen der konventionellen Fleischindustrie konkurrieren können, ohne dass die Qualität darunter leidet", sagt Didier Toubia, Mitbegründer und CEO von Aleph Farms. Die Plattform zur Züchtung von Steaks spiegele den natürlichen Prozess der Geweberegeneration, der im Körper des Tieres abläuft, aber eben außerhalb des Körpers und unter kontrollierten Bedingungen. Der Prozess sei so konzipiert, dass ein Bruchteil der Ressourcen, die für die Aufzucht eines ganzen Tieres für das Fleisch benötigt werden, verwendet werden könnten. Auch verzichte Aleph Farms auf den Einsatz von Antibiotika.

MBI/12/sru/ssc/20.11.2020

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