04.08.2026 - EU-Schweinepreise/Stimmung am Markt hellt sich auf
Am europäischen Schlachtschweinemarkt macht sich eine insgesamt positivere Grundstimmung breit. Das beherrschende Thema ist die anhaltende Sommerhitze, wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) am Dienstag mitteilt. Die extremen Temperaturen sorgen europaweit für geringe Schlachtgewichte. Dem geringen Lebendangebot steht demnach zwar ein weiterhin ruhiges Fleischgeschäft gegenüber, doch die spürbare Verknappung stabilisiert die Märkte und beseitigt den Preisdruck der Vorwochen. Preislich schlägt sich diese freundlichere Stimmung bislang in Frankreich, Belgien und Italien nieder, während die Notierungen in den meisten übrigen Ländern noch seitwärts tendieren. In Deutschland zeigt sich der Schlachtschweinemarkt in einer zunehmend freundlicheren Verfassung, wie die Erzeugervereinigung weiter berichtet. Die überschaubaren Stückzahlen lassen sich rasch und problemlos am Markt unterbringen. In den Niederlanden stellt sich die Situation ähnlich dar, die Preise bleiben dort ebenfalls unverändert. Auch in Österreich pendelt sich die Notierung auf dem bestehenden Niveau ein, wobei das knappe Angebot zügig vermarktet werden kann, die Erzeuger jedoch den anhaltenden Wettbewerb mit günstigen Fleischimporten aus Spanien beklagen. In Spanien hat die Hitzewelle dazu geführt, dass die Schlachtgewichte seit Mitte Mai um 9,7 kg gesunken sind und aktuell rund 2 kg unter dem Vorjahresniveau liegen. Das stark geschrumpfte Lebendangebot nimmt Druck vom Markt, sodass sich die Notierung bei 1,69 EUR/kg SG stabilisieren konnte. Einzig die schwierigen Fleischgeschäfte und die schwache Drittlandsnachfrage in Asien verhindern dort noch Preisanstiege. In Frankreich schlägt sich die bessere Marktstimmung bereits direkt in der Notierung nieder: Am Marché du Porc Français legte der Preis im Vorwochenvergleich um deutliche 6 Cent auf korrigierte 1,78 EUR/kg SG zu, da das überschaubare Angebot das stetige Kaufinteresse der Schlachthöfe nicht decken kann. Auch in Belgien stieg die Notierung spürbar um 5 Cent auf 1,41 EUR/kg SG an. In Italien setzte sich die feste Entwicklung fort; die korrigierte Notierung kletterte um weitere 6 Cent auf 2,09 EUR/kg SG. Etwas weniger positiv stellt sich der Marktverlauf in Dänemark dar. Die dänische Notierung bleibt unverändert bei korrigierten 1,00 EUR/kg SG und bildet damit weiterhin das Schlusslicht im europäischen Preisvergleich. Danish Crown begründet die gedämpfte Entwicklung mit dem verstopften Exportventil auf den asiatischen Drittlandsmärkten, was eine Preiserholung derzeit noch ausbremst. Die freundlichere Lage am deutschen Markt mit einem hitzebedingt überschaubaren Angebot und einem belebten Bedarf seitens der Abnehmer dürfte sich in den kommenden Tagen weiter festigen, erwartet die ISN. Für die laufende Woche werde daher mit einer mindestens stabilen Preisentwicklung gerechnet.MBI/12/ste/4.8.2026
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