25.11.2021 - Alternativen zu Molkereiprodukten/Baywa investiert in pflanzenbasierte Proteine

Der Münchener Baywa-Konzern investiert in das israelische Start-up Yofix Probiotics und baut damit seine Aktivitäten im Bereich "Alternative Proteinquellen" weiter aus. Wie Baywa jetzt mitteilte, beteiligt sich das Unternehmen über seine Investitions- und Kollaborationsgesellschaft Baywa Venture am zweiten Teil der Finanzierungsrunde, die Yofix Probiotics jetzt mit insgesamt 3,5 Millionen US-Dollar abschloss. Das Start-up produziert Alternativen zu Molkereiprodukten wie Joghurt und Haferbrei (Porridge). Hierfür werden statt Milch Hafer, Linsen, Sonnenblumenkerne, Sesam sowie Kokosnüsse als Grundzutat verwendet.

Investitionen in Lösungen, die die Entwicklung proteinreicher Nahrungsmittel auf Pflanzenbasis voranbringen, seien ein strategischer Meilenstein sowohl für die Baywa als auch für die Lebensmittelkette im Ganzen, kommentierte der Vorstandsvorsitzende, Prof. Klaus Josef Lutz, die Entscheidung für das Investment. Gemeinsam mit Yofix soll demnach die steigende Nachfrage in Europa nach pflanzenbasierten, nachhaltig produzierten Milch-Ersatzprodukten bedient werden, so Lutz.

Ziel sei es zudem, die Rolle der Baywa im Bereich des Handels von alternativen Proteinen zu stärken und die Geschäftsbeziehungen in Richtung verarbeitende Industrie auszubauen, fügte Baywa-Vorstand Marcus Pöllinger hinzu. Gleichzeitig erschließe man neue, zukunftsträchtige Absatzwege für die Landwirte, ergänzte Pöllinger. Und der Konzern begegne sich ändernden Verbraucherwünschen, da insbesondere jüngere Generationen von Konsumenten verstärkt pflanzenbasierte Lebensmittel nachfragten, stellte der im Baywa-Vorstand für das Agrargeschäft in Deutschland Verantwortliche fest.

Nach Auskunft der Baywa bietet Yofix bislang zwei Produktkategorien in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen an: milch- und sojafreien Haferbrei sowie eine Joghurt-Alternative. In Zukunft soll das Angebot um weitere milchfreie Alternativen erweitert werden, wie die Baywa ankündigte: um Frischkäsesorten, Getränke, Desserts und Eiscreme. In Zukunft will der Konzern demnach die ganze Bandbreite an heute verfügbaren Molkereiprodukten mit milchfreien Alternativen abdecken können.

MBI/jc/ste/25.11.2021

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