02.10.2025 - Trotz Strafzöllen nicht gesunken/Importdruck bleibt hoch bei gebrauchten Speiseölen

Bei Biodiesel aus gebrauchten Speiseölen (Used Cooking Oil Methylester, UCOME) bleibt China wichtigster Lieferant der EU. Wie die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (Ufop) jetzt mit Bezug auf Daten der EU-Statistikbehörde (Eurostat) mitteilt, stiegen die UCOME-Drittlandimporte der Gemeinschaft von Januar bis Juni 2025 gemessen am entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund ein Fünftel bzw. 223.335 Tonnen auf 1,04 Millionen t. Dabei war das Ranking der TOP-5-Lieferländer demnach unverändert: China blieb wichtigster Lieferant, gefolgt von Großbritannien, Malaysia, Saudi-Arabien und Russland.Hinsichtlich der Mengenanteile gab es allerdings zum Teil deutliche Veränderungen. Denn China baute seinen Anteil an den EU-Drittlandimporten während der ersten sechs Monate dieses Jahres auf 41 Prozent aus und lieferte insgesamt rund 431.343 t. Das war fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum, als das Land von Januar bis Juni 2024 rund 217.300 t lieferte, was einem Anteil von rund 25 Prozent entsprach.In dem Zusammenhang verweist die Ufop darauf, dass die EU-27 seit Februar 2025 Importzölle auf Biodiesel aus China in Höhe von 10 bis 35,6 Prozent erhebt, je nach Rohstoffgrundlage. Dennoch bleibe der Importdruck aus China hoch, stellt der Verband fest.Im Gegenzug verringerten sich die Lieferungen aus anderen Drittländern spürbar. So sollen aus Malaysia nur noch 81.000 t und damit 44 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Jahres 2024 eingeführt worden sein, wie die Ufop den Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) entnimmt. Die Importe aus Großbritannien reduzierten sich demnach um 8 Prozent auf 83.250 t. Einen regelrechten Einbruch erfuhren die Importe aus Russland mit einem Minus von rund einem Drittel, Derweil legten die UCOME-Importe aus Saudi-Arabien um 30 Prozent und die aus Argentinien um 18 Prozent zu.Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Zahlen erneuert die Förderunion ihre Forderung nach wirksamen Verfahren zur Betrugsprävention. Konkret sieht der Verband das Erfordernis verschärfter Zertifizierungsanforderungen in Verbindung mit Vor-Ort-Kontrollen gegeben. Mit der Einführung der Unionsdatenbank müssten nicht nur alle Wirtschaftsteilnehmer in der EU, in Asien sowie Nord- und Südamerika erfasst werden, meint die Ufop. Sie hält auch die Einführung einer Registrierungspflicht für Biokraftstoffhersteller für erforderlich, die sogenannte "fortschrittliche" Biokraftstoffe herstellen.MBI/12/jc/ssc/2.10.2025

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