25.11.2021 - Deutsches Maiskomitee/Stärkerer Anbau von Bio-Mais setzt sich 2022 fort

In diesem Jahr rechnen die Anbieter von Bio-Maissaatgut wieder mit einem weiter steigenden Absatz an Saatmais in diesem Segment. Der Verkauf war 2020 gemessen an 2019 entgegen den Erwartungen mit rund 89.000 Einheiten zu je 50.000 Körnern noch weitgehend unverändert geblieben, wie das Deutsche Maiskomitee (DMK) jetzt mitteilte. Ein Jahr später war demnach jedoch schon ein Anstieg auf über 95.000 Einheiten zu verzeichnen.

Für das kommende Jahr rechnen die Züchter laut DMK sogar mit einem Zuwachs auf rund 119.000 Einheiten. Damit können knapp 60.000 Hektar Maisfläche bestellt werden, wie der Verband erläutert. Nach Einschätzung der Saatgutanbieter soll sich der Bedarf demnach parallel zum weiter steigenden Absatz von Bio-Milch entwickeln. Laut DMK verzeichneten die Absatzzahlen für Bio-Maissaatgut in der langjährigen Entwicklung einen deutlichen Aufwärtstrend. So wurden 2007 noch 14.000 Einheiten vermarktet. Bis 2021 versiebenfachte sich der Absatz dann nahezu.

Wie das DMK weiter mitteilte, ist Mais im Vergleich aller Kulturen, für die diese Erhebungen für das Jahr 2020 durchgeführt wurden, die Kultur mit der geringsten Pflanzenschutzintensität. Danach liegt der Behandlungsindex (BI) im Mais unabhängig von der Beeinflussung durch Pflanzenschutzbehandlungen und durch die Jahreswitterung bei rund 1,9. Zum Vergleich: Weizen weist laut DMK einen stärker variierenden BI auf, der im Jahr 2020 bei 4,6 lag. Winterraps schwankte demnach über den Erhebungszeitraum zwischen 6,2 und 7,5 und lag im Jahr 2020 bei 6,4. Diese Aussagen hebt das DMK als völlig gegensätzlich zu den in Medien häufig falschen Darstellungen zur angeblich intensiven Behandlung von Mais hervor.

Seit inzwischen zehn Jahren berechne das Julius Kühn-Institut alljährlich den Behandlungsindex der wichtigen ackerbaulichen Kulturen Deutschlands, erläutert das Maiskomitee. Als BI wird dabei die Anzahl der angewandten Pflanzenschutzmittel - Herbizide, Insektizide und Fungizide - bezogen auf die zugelassene Aufwandmenge und die Anbaufläche bezeichnet. Dieser Wert dient dann als quantitatives Maß für die Intensität der Anwendung zugelassener Pflanzenschutzmittel.

Für aufschlussreich hält das DMK auch die Aufschlüsselung nach Art des Pflanzenschutzmitteleinsatzes. Diese ergab in den vergangenen zehn Jahren einen Behandlungsindex bei Mais betreffend Fungizide von 0. Nur wenig höher fiel demnach der Einsatz von Insektiziden aus, der zwischen 0,01 und 0,04 schwankte. 2020 lag er bei 0,02. Der höchste Wert, wenn auch vergleichsweise dennoch sehr niedrig, wie das Maiskomitee betont, wurde für den Herbizideinsatz im Mais verzeichnet: Hier lag der BI in allen zehn Jahren unter 2,0, im Jahr 2020 bei 1,90.

MBI/12/jc/ssc/25.11.2021

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