09.04.2020 - Genussmittel und Getränke - Neue Wertschätzung/Fruchtsaftabsatz im ersten Quartal 2020 gestiegen

Die Deutschen greifen in der aktuellen Coronavirus-Krise verstärkt zu Fruchtsaft. Der Absatz ist laut Informationen des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) im ersten Quartal im Inland um 10 Prozent gestiegen. "Damit wächst der Konsum gegen den Trend der letzten Jahre, in denen sich der Markt leicht rückläufig zeigte", sagte VdF-Geschäftsführer Klaus Heitlinger. Verantwortlich für die Trendwende dürfte aus Sicht des Verbands in der aktuellen Situation insbesondere die positive Bewertung als gesundes Naturprodukt sein.

Diese grundsätzlich positive Bewertung hat hierzulande Tradition. Deutschland ist demnach einer der mengen- und absatzstärksten Fruchtsaftmärkte der Welt. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist mit 30,5 Litern der höchste weltweit. Der Branchenumsatz lag 2019 bei ca. 3,6 Milliarden Euro, die Produktionsmenge bei rund 4,0 Milliarden Litern. In keinem anderen Land der Welt gibt es mehr Fruchtsafthersteller als in Deutschland. 344 Unternehmen, und damit jeder 2. Fruchtsaftbetrieb der EU, hat seinen Firmensitz hierzulande.

In einem preissensiblen und leicht rückläufigen Markt erleben Fruchtsäfte laut VdF aktuell eine neue Wertschätzung. Wenn polarisierende Themen wie die Zuckerdiskussion in den Hintergrund träten und neue Prioritäten gesetzt würden, griffen Verbraucher gern auf altbekannte und bewährte Produkte zurück. Hier spiele das Naturprodukt Fruchtsaft aktuell wieder eine wichtige Rolle.

Was die Beliebtheit angeht, sind es laut Verband immer noch die Klassiker, die beim Verbraucher punkten: 2019 lag Orangensaft mit 7,2 l Pro-Kopf-Konsum in der Verbrauchergunst vorn, gefolgt von Apfelsaft mit 6,8 l. Mit deutlichem Abstand folgen Multivitaminfruchtsaft (3,8 l) und Traubensaft (1,1 l). Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich seit einigen Jahren auch Gemüsesäfte und -nektare, die derzeit mit einem Pro-Kopf-Konsum von knapp 2,0 l in der Rangliste stehen.

MBI/12/sru/ste/9.4.2020

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