22.02.2021 - Genussmittel und Getränke - Lieferketten-Verantwortung/Alnatura nach neuem We-Care-Standard zertifiziert

Als eines der ersten Unternehmen ist Alnatura nach dem neuen We-Care-Standard für soziale und ökologische Gerechtigkeit entlang der Lieferkette zertifiziert worden. We Care bestätigt Unternehmen der Lebensmittelbranche, dass sie vom Anbau in den Ursprungsländern bis zum fertigen Produkt ganzheitlich nachhaltig handeln und so Verantwortung für Menschen und Umwelt übernehmen, wie Alnatura erläutert. Durch die Verknüpfung sozialer und ökologischer Kriterien entlang der Lieferkette prüfe We Care umfassender als andere Managementsystem-Standards im Bereich der Nachhaltigkeit.

We Care ist demnach am Mittwoch vom FiBL Deutschland (Forschungsinstitut für Biologischen Landbau), dem unabhängigen Träger des Standards, erstmals vorgestellt worden. Alnatura und die Pure Taste Group mit der Marke Lebensbaum hätten die Pilotzertifizierung im "Höheren Level" bestanden. "We Care als neues Nachhaltigkeitssiegel bestätigt jetzt auch aus externer und unabhängiger Sicht, dass Alnatura sich zu seiner Verantwortung entlang der Lieferkette bekennt und für soziale und ökologische Gerechtigkeit einsteht", kommentiert Manon Haccius, Projektleiterin We-Care-Zertifizierung bei Alnatura.

Eine der Grundlagen für die neue Zertifizierung sei die bereits seit 2014 geltende Alnatura-Policy-Sozialstandards. Diese definiere Vorgaben an Herstellerpartner, die Rohwaren für Alnatura-Produkte in sogenannten Risikoländern einkaufen und verarbeiten. So würden Länder mit schwierigen politischen, rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen bezeichnet. Alnatura dulde entsprechend dieser Policy für keines der eigenen Produkte Diskriminierung, unfaire Bezahlung oder prekäre Arbeitsbedingungen. Hier setze We Care an, gehe jedoch durch die externe fachliche Überprüfung noch einen Schritt weiter.

Dem Standard liegt laut FiBL das Prinzip der Fairness gegenüber Menschen und Umwelt zugrunde. Der Standard prüfe die nachhaltige Arbeitsweise eines Unternehmens anhand von vier Handlungsfeldern: Unternehmensführung, Lieferkettenmanagement, Umweltmanagement und Mitarbeiterverantwortung. Diese seien wiederum in insgesamt 164 Kriterien gegliedert.

Eine Schlüsselrolle komme dabei dem Einkauf zu. Dieser achte unter anderem darauf, dass auskömmliche Preise für Rohwaren gezahlt werden. Für das We-Care-Siegel müssten Unternehmen belegen, dass sie ihre Partner zu Verhaltensweisen verpflichtet haben, die mit anerkannten Sozialstandards - wie den Kernarbeitsnormen der ILO - konform sind, dass sie überprüfen, ob ihre Partner tatsächlich so handeln und wie sie im Falle einer Nichteinhaltung reagieren bzw. sanktionieren.

Weitere Infos: https://we-care-siegel.org/

MBI/12/sru/ste/19.2.2021

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