30.06.2020 - Genussmittel und Getränke - Absatzförderung/EU gibt mehr Geld für Lebensmittelproduzenten

Die EU-Kommission stellt weitere Mittel bereit, um Werbeaktionen der Agrar- und Nahrungsmittelproduzenten zu unterstützen, die am stärksten von der aktuellen Coroana-Krise betroffenen sind. Der zusätzliche Fonds in Höhe von 10 Millionen Euro werde zur Förderung des Absatzes von Obst und Gemüse, Wein, lebenden Pflanzen, Milchprodukten und bestimmten Kartoffeln zur Verfügung stehen, teilte die Brüsseler Behörde weiter mit. Die Hälfte dieses Betrags sei für Maßnahmen zur Absatzförderung bestimmt, die gemeinsam von Erzeugerorganisationen aus mehreren EU-Ländern durchgeführt werden. Die andere Hälfte stehe für nationale Maßnahmen zur Verfügung. In beiden Fällen könne die Absatzförderung innerhalb oder außerhalb der EU im Laufe eines Jahres erfolgen. Vorschläge können demnach bis zum 27. August 2020 eingereicht werden.

Die Coronavirus-Krise hat erhebliche Auswirkungen auf eine Reihe von Agrar- und Ernährungssektoren der EU gehabt, vor allem aufgrund der raschen Veränderungen der Nachfrage und der Schließung von Restaurants, Bars und Cafés in der gesamten Staatengemeinschaft. Die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen ergänzt laut EU-Kommission andere Sondermaßnahmen, die kürzlich zur Unterstützung bestimmter Agrar- und Lebensmittelsektoren verabschiedet wurden. Dies sei das erste Mal, dass sie die Absatzförderung auch als Instrument einsetze, um auf eine ernsthafte Marktstörung zu reagieren, betonte die EU-Kommission.

MBI/12/sru/ste/30.6.2020

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