08.08.2018 - Voestalpine wächst weiter deutlich, Marge etwas rückläufig

Voestalpine ist mit deutlichem Wachstum in das neue Geschäftsjahr gestartet. Das operative Ergebnis (EBITDA) blieb angesichts rückläufiger Margen in drei von vier Konzernbereichen allerdings auf Vorjahresniveau. Die seit Juni geltenden US-Strafzölle auf europäischen Stahl hatten "keine nennenswerten" negativen Folgen für das Geschäft, erklärte der österreichische Stahl- und Technologiekonzern. Die wegen der Hochofen-Großreparatur gesunkenen Produktionsmengen in Linz seien durch Preissteigerungen und einen verbesserten Produktmix nahezu kompensiert worden.

Das weltweite Wirtschaftswachstum habe sich fortgesetzt, sagte Konzernchef Wolfgang Eder: "So legte insbesondere die Automobilindustrie weiter zu und auch der Öl- und Gassektor hat an Dynamik gewonnen."

Voestalpine verbuchte im ersten Geschäftsquartal (März bis Juni) eine Umsatzsteigerung von 6,7 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro und schaffte damit einen neuen Rekordwert. Das operative Ergebnis (EBITDA) erreichte 513 Millionen Euro, knapp 1 Million weniger als vor Jahresfrist. Die EBITDA-Marge ging damit auf 14,8 von 15,8 Prozent zurück. Unter dem Strich verdiente Voestalpine 224,4 Millionen Euro, 6 Millionen mehr als vor Jahresfrist. Dazu trugen neben geringeren Abschreibungen eine niedrigere Zinsbelastung und eine rückläufige Steuerquote bei.

Der Konzern aus Linz bestätigte die Prognose, wonach das operative Ergebnis im Gesamtjahr das Vorjahresniveau erreichen wird.

MBI/DJN/kri/8.8.2018

Weitere Plattformen der MBI Infosource