09.02.2018 - EU-Fördergelder für Düsseldorfer Eisenforscher

Anerkennung für das Düsseldorfer Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE): Der Europäische Forschungsrat fördert das Projekt „Shine" von Baptiste Gault, dem Leiter der Gruppe Atomsondentomographie am MPIE, mit zwei Millionen Euro. Die Fördergelder fließen in den kommenden zwei Jahren, teilte das Institut mit.



Wasserstoff kann zur Energiegewinnung genutzt werden, ist gleichzeitig aber auch in Kontakt mit Sauerstoff explosiv und schädigt Jahr für Jahr vor allem höchstfeste Materialien, die in der Automobil-, Luftfahrt-, Chemie- sowie Öl- und Gasindustrie eingesetzt werden. Um diesem Phänomen der Wasserstoffversprödung auf die Spur zu kommen und gleichzeitig Wasserstoff für eine saubere Energiegewinnung nutzbar zu machen, fließen nun die EU-Fördergelder, so das MPIE.



Gault und sein Team wollen genau feststellen wo sich Wasserstoffatome in einem Material befinden, wie sie sich fortbewegen und gespeichert werden oder das Materialien schädigen. Dazu werden die Wissenschaftler vor allem die so genannte Atomsondentomographie nutzen. Mit Hilfe dieser Methode ist es möglich Materialien bis auf ihre atomare Struktur zu untersuchen und somit die Beziehung zwischen der chemischen Zusammensetzung, der Struktur und den Eigenschaften in bisher unzugänglicher Präzision herzustellen.

MBI/emv/9.2.2018

Weitere Plattformen der MBI Infosource