07.11.2018 - Voestalpine verdient im 1. Halbjahr fast ein Fünftel weniger

Voestalpine hat im ersten Geschäftshalbjahr 2018/19 unter dem Strich fast ein Fünftel weniger verdient. Der Konzern bekommt die Folgen von Handelsprotektionismus mehrerer Staaten und des neuen WLTP-Standards bei der Zulassung neuer Autos in Europa zu spüren, und musste deshalb bereits Ende Oktober die Gewinnprognose massiv senken.

Auch ein Stillstand der erst vor zwei Jahren fertiggestellten HBI-Anlage in Texas und die niedrigen Pegelstände europäischer Wasserstraßen, auf denen der Konzern seine Rohstoffe und Produkte verschifft, belasteten das Ergebnis.

Der Nachsteuergewinn sank in den sechs Monaten per Ende September um 18,7 Prozent auf 316,2 Millionen Euro. Je Aktie verdiente der österreichische Stahl- und Technologiekonzern mit 1,69 Euro 19,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Das operative Ergebnis (EBITDA) ging um 11 Prozent auf 860,1 Millionen zurück, und das EBIT verringerte sich um knapp 18 Prozent auf 479,5 Millionen Euro, wie Voestalpine bereits am 24. Oktober mitgeteilt hatte. Das verringerte Ergebnis und die Faktoren wirkten sich auch auf den Cashflow aus. Der Umsatz stieg dagegen um 5,9 Prozent auf 6,67 Milliarden Euro.

Für das bis März 2019 laufende Geschäftsjahr rechnet Voestalpine mit einem Betriebsergebnis (EBIT) von etwas unter 1 Milliarde Euro. Das sind etwa 200 Millionen Euro weniger als zuletzt erwartet.

MBI/DJN/kri/7.11.2018

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