11.07.2018 - Nordea: US-Strafzölle gegen China beeinflussen FOMC

Die Verhängung höherer Zölle auf chinesische Einfuhren in die USA dürfte nach Einschätzung von Nordea nicht nur China beeinflussen, sondern auch spürbare Auswirkungen für die USA haben. Während die erste Strafzollrunde im Volumen von 34 Milliarden US-Dollar vor allem Maschinen umfasste, geht es bei der jetzt angekündigten im Wert von 200 Milliarden Dollar um Basiskonsumgüter wie Kleidung, Möbel und Elektronik. "Da diese Güter für einen beträchtlichen Teil des Warenkorbs des Verbraucherpreisindex stehen, könnte die neue Runde der Zölle einen deutlichen Einfluss auf die Verbraucherpreise haben und damit möglicherweise auch auf die Zinsentscheidungen des Offenmarktausschusses FOMC", schreibt Analystin Amy Yuan Zhuang in einem Kommentar.



Zhuang erwartet, dass China die neuen Strafzölle nicht mit einer Abwertung des Yuan oder dem massenhaften Verkauf von Treasuries, sondern mit nicht-tarifären Maßnahmen wie einer verschärften Regulierung von Geschäftsaktivitäten und Investitionen beantworten wird.

MBI/DJN/emv/11.7.2018

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