20.09.2019 - NE-Metallhandel mit Klimakompromiss unzufrieden

Die Metallrecycling-Branche zeigt sich mit dem am Freitag gefassten Beschluss im Klimakabinett unzufrieden. "Der Klimakompromiss ist für die Kreislaufwirtschaftsbranche sehr ernüchternd", erklärte die Präsidentin des Verbands Deutscher Metallhändler, Petra Zieringer. Das Metallrecycling leiste seit Jahren einen positiven Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz und werde dennoch von der Bundesregierung "kaum erwähnt". Ausschließlich den Sanktionsrufen zu folgen ist laut Zieringer aber "wenig kreativ". "Es müssen die Branchen gestärkt werden, die für den Umwelt- und Klimaschutz arbeiten - wir tun das."



Studien belegen laut Zieringer, dass bei der Produktion von einer Tonne Sekundäraluminium gegenüber der Primärproduktion zwischen 7,52 und 11 Tonnen CO2 eingespart werden. Bei der Produktion von einer Tonne Sekundärkupfer werde gegenüber der Primärproduktion zwischen 3,42 und 3,52 Tonnen CO2 eingespart und beim Recycling von Kunststoffen, die beispielsweise bei der Kabelzerlegung anfallen, wird im Vergleich zum Primärprozess ca. 1.195 Tonnen CO2 eingespart.



"Angesichts dieser Zahlen ist es für uns unverständlich, warum das Recycling in dieser Diskussion, wenn überhaupt, nur am Rande erwähnt wird", kritisiert die VDM-Präsidentin.

MBI/crb/20.9.2019

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