14.08.2019 - Leoni sieht nach schwachem Quartal auch im Gesamtjahr Verlust

Der angeschlagene Autozulieferer Leoni hat nach einem erneuten Millionenverlust einen trüben Ausblick für das Gesamtjahr gegeben. Bei moderat sinkenden Umsätzen rechnet das Unternehmen laut Halbjahresbericht auch 2019 mit roten Zahlen. Das EBIT vor Sondereffekten sowie vor Kosten für das Umbauprogramm Value 21 werde sich 2019 auf einen bis zu mittleren zweistelligen negativen Millionen Euro-Betrag-belaufen, kündigte Leoni an. Der freie Cashflow soll innerhalb einer Bandbreite um das Niveau des ersten Halbjahres von minus 385 Millionen Euro plus / minus eines niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrags liegen. Im ersten Halbjahr des Vorjahres lag er bei minus 140 Millionen Euro.



"Wir machen bei Value 21 wichtige Fortschritte und haben im zweiten Quartal bereits rund 20 Prozent der Initiativen umgesetzt", zeigte sich Leoni-Chef Aldo Kamper zuversichtlich. "Wir erwarten, dass die bis Ende Juni implementierten Maßnahmen in den kommenden Jahren zu nachhaltigen Bruttokosteneinsparungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich führen werden", so der Manager



Im abgelaufenen Quartal führte zusätzlich zu den Belastungen aus dem Konzernumbau auch der Marktabschwung bei dem Nürnberger Unternehmen zu dem schlechten Ergebnis. Während der Umsatz um 6 Prozent auf 1,247 Milliarden Euro sank, fiel operativ (EBIT) ein Verlust von 30 Millionen Euro an. Im Vorjahr hatte der Nürnberger Konzern im zweiten Quartal noch 62 Millionen Euro verdient. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 44 Millionen Euro, nachdem Leoni im Vorjahr 41 Millionen Euro verdient hatte.

MBI/DJN/crb/14.8.2019

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