19.02.2019 - Erstes Geschäftshalbjahr - Rohstoffkonzern BHP meldet Gewinnsprung

Die BHP Billiton Group plc hat ihren Nettogewinn im ersten Geschäftshalbjahr unter anderem dank der höheren Rohölpreise um 87 Prozent gesteigert. Den Aktionären will das Unternehmen dennoch nur eine unveränderte Zwischendividende zahlen. Der gemessen am Marktwert größte Bergbaukonzern der Welt bezifferte den Gewinn in den sechs Monaten per Ende Dezember auf 3,76 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr waren es 2,02 Milliarden, seinerzeit hatten vor allem hohe Ausgaben im Zusammenhang mit der US-Steuerreform das Ergebnis um 2 Milliarden Dollar gedrückt.



Der bereinigte Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft sank um 8 Prozent auf 4,03 Milliarden Dollar und verfehlte damit die Konsensschätzung der Analysten von 4,21 Milliarden. BHP hat in der Berichtszeit den Großteil seiner Schieferöl- und -gasaktivitäten in den USA für mehr als 10 Milliarden Dollar an BP verkauft.



BHP will eine Zwischendividende von unverändert 0,55 Dollar je Aktie zahlen. An dem BP-Deal partizipierten die Aktionäre mit einer Sonderausschüttung von je 1,02 Dollar.



Dem Konzern aus Melbourne kommt seine breitere Aufstellung zugute. Anders als die Wettbewerber verfügt das Unternehmen über eine große Öl- und Gassparte, die üblicherweise rund ein Fünftel zum Ergebnis beiträgt. Entsprechend halfen die höhere Preise. Der BHP-Rohölpreis legte um durchschnittlich 29 Prozent zu, der für Erdgas um 12 und der für verflüssigtes Erdgas (LNG) um 36 Prozent.



In anderen Sparten wurde BHP allerdings zuletzt ausgebremst. So kostete ein Produktionsausfall nach einem Zugunglück in Westaustralien 460 Millionen Dollar. Wegen dieser und weiterer ungeplanter Ausfälle geht der Konzern nun für das laufende Geschäftsjahr von einer stagnierenden Produktivität aus.



"Ein starkes zweites Halbjahr dürfte die Auswirkungen von Betriebsausfällen im ersten Halbjahr teilweise kompensieren, wobei sich die Stückkosten verbessern werden", sagte CEO Andrew Mackenzie. Bereits im Januar hatte BHP über die Produktion berichtet. In den drei Monaten bis Dezember förderte der Konzern 58 Millionen Tonnen Eisenerz, 6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

MBI/DJN/gil/19.2.2019

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