24.04.2018 - Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie - Barrierefreier Welthandel für Vormaterialbezug wichtig

Ein barrierefreier Welthandel ist gerade für die häufig mittelständischen Zulieferer sehr wichtig. Dies betonte der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ), Christian Vietmeyer, anlässlich der Hannover Messe. Dies gelte insbesondere für den Vormaterialbezug, so Vietmeyer, der auch Hauptgeschäftsführer des WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung ist. Die jüngsten US-Sanktionen gegen russische Unternehmen belasteten direkt die Versorgung der Zulieferindustrie mit Rohaluminium und Aluminiumoxid.

Die ArGeZ sieht eine etwaige Verhängung von Importbeschränkungen der EU gegen US-Produkte kritisch. Auch Safeguard-Maßnahmen, die sich gegen eventuell umgelenkte Warenströme richten, müssen laut Vietmeyer sorgfältig geprüft werden und dürften allenfalls produktbezogen sowie begrenzt auf tatsächliche Importmengen eingesetzt werden. "Durch weitere Handelsbarrieren entstehen noch größere Schäden für Europa und die USA", mahnte er.

Die deutsche Zulieferindustrie ist dennoch gut in das Jahr 2018 gestartet. Der Optimismus wird jedoch gebremst durch die große Verunsicherung über die zunehmenden weltweiten Handelsbarrieren, teilte die ArGeZ mit. "Die signifikante Abhängigkeit von ausländischen Märkten kann zum Risiko werden", warnte der Sprecher des Branchenverbandes. Dies spiegele sich auch im Geschäftsklima der Zulieferer wider: Die Bewertung der aktuellen Lage ist aufgrund der Auftragsentwicklung sehr positiv, wohingegen sich die Aussichten für die kommenden sechs Monate eingetrübt haben.

MBI/emv/gil/24.4.2018

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