17.04.2018 - Zehn-Jahres-Plan/Regulierer startet Konsultation zum NEP Gas

Die Bundesnetzagentur hat jetzt ihre Konsultation zum Netzentwicklungsplan Gas (NEP Gas) 2018 bis 2028 gestartet. "Aufgrund des Rückgangs der deutschen und niederländischen Gasproduktion müssen weiterhin Versorgungsgebiete umgestellt und das Gasnetz ausgebaut werden", erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur in Bonn. Auch für die Anbindung der geplanten Gasleitung Nord Stream 2 sind im Entwurf des NEP Investitionen in Deutschland vorgeschlagen. "Wir rufen alle Netznutzer auf, zu dem Ausbauvorschlag der Fernleitungsnetzbetreiber Stellung zu nehmen", sagte Homann.



Der NEP Gas für die nächsten zehn Jahre enthält erstmals ein Terminal für verflüssigtes Erdgas (LNG) an der Nordseeküste in Brunsbüttel. Für die Anbindung des Terminals ans deutsche Gasnetz berechneten die Fernleitungsnetzbetreiber u.a. eine Leitung von 50 Kilometern. Die Investitionskosten dafür werden auf 87 Millionen Euro veranschlagt.



Darüber hinaus werden im NEP zusätzlich zu den Vorhaben vorheriger Pläne 41 neue Ausbaumaßnahmen vorgeschlagen. Insgesamt schlagen die Netzbetreiber einen Leitungsausbau von etwa 1.390 Kilometern sowie einen Verdichterausbau von rund 500 Megawatt vor. Die Gesamtkosten für den Gasnetzausbau belaufen sich in den nächsten zehn Jahren auf rund sieben Milliarden Euro. Die Marktteilnehmer sind aufgerufen, ihre Stellungnahmen zum NEP Gas bis zum 25. Mai 2018 bei der Bundesnetzagentur abzugeben. Der Entwurf des NEP ist unter www.bundesnetzagentur.de/NEPGas2018 abrufbar.

MBI/aul/17.4.2018

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