14.03.2019 - UPDATE/Öko-Institut/Folgen des Kohleausstiegs auf Strompreise überschaubar

Die Auswirkungen des Kohleausstiegs auf die Strompreise sind nach Einschätzung des Öko-Instituts überschaubar. So könnten die Strompreise im Großhandel rund 0,4 Cent pro Kilowattstunde (kWh) im Mittel steigen, stellt das Öko-Institut in einer Metastudie fest. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sorge jedoch für eine Senkung der Börsenstrompreise mindestens in der gleichen Größenordnung.

"Die Kohlekommission hat eine Kompensation für steigende Strompreise für alle deutschen Stromverbraucher vorgeschlagen. Über die Höhe dieser Kompensationszahlungen sollte die Bundesregierung vor dem Hintergrund stark schwankender Brennstoffpreise auf Grundlage der real aufgetretenen Entwicklung entscheiden", erklärte Felix Chr. Matthes, Forschungskoordinator Energie- und Klimapolitik am Öko-Institut.

Die Entwicklung der Börsenstrompreise im Zuge einer Reduzierung der Kohleverstromung hängt laut Studie u.a. vom Ausbau der erneuerbaren Energien aber auch von der Entwicklung der Erdgas- und CO2-Preise ab. Fokus der Studie war das Jahr 2030. Bis dann soll die Leistung der Kohlekraftwerke nach Empfehlung der Kohlekommission auf 17 Gigawatt (GW) verringert werden von 43 GW Leistung Ende 2017. In der Metastudie verglich das Öko-Institut verschiedene Studien mit Modellrechnungen für die Strompreisentwicklung im Zuge eines geordneten Kohleausstiegs.

MBI/aul/14.3.2019

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