06.12.2017 - Rheinisches Revier/RWE wehrt sich gegen Vorwurf der Geheimverträge

Der Essener Energiekonzern RWE hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach sich das Unternehmen in Geheimverträgen einen überragenden Einfluss bei Städten im Rheinischen Revier verschaffen will. "Die strukturelle Entwicklung im Rheinischen Revier hängt unmittelbar mit der Braunkohlenindustrie zusammen. Da ist es selbstverständlich, dass wir uns in die Suche nach Lösungen einbringen", erklärte Michael Eyll-Vetter, Leiter der Tagebauentwicklung der RWE Power. Der Westdeutsche Rundfunk hatte zuvor von Geheimverträgen berichtet und nahegelegt, dass der Konzern sich gegen Geldzahlungen das Wohlwollen der Städte Mönchengladbach, Erkelenz, Jüchen und Titz erkaufen will.

Die Kommunen liegen am Braunkohletagebau Garzweiler. Sie wollen gemeinsam mit dem Versorger einen Zweckverband gründen, der sich um Perspektiven für die Zeit nach der Kohleförderung kümmern soll. Der Vertrag sieht vor, dass RWE den Zweckverband Garzweiler jährlich mit insgesamt 200.000 Euro unterstützt, davon 50.000 Euro als Geldleistung. Laut RWE liegen die Verträge mittlerweile den Rathäusern vor und sollen noch im Laufe dieser Woche unterschrieben werden. Auch die Städte haben den Vorwurf der Einflussnahm

MBI/DJN/aul/6.12.2017

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