16.05.2018 - Konferenz in Wien/Österreichisch fordert CO2-Mindestpreis in Europa

Die österreichische Regierung unterstützt die Einführung eines europäischen Mindestpreises für CO2-Verschmutzungsrechte. "Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um einen europaweit einheitlichen Mindestpreis für CO2 einzuführen", sagte Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der französischen Staatssekretärin Brune Poirson im Rahmen des R20 - Austrian World Summit in Wien. "Es geht dabei auch um Chancengleichheit für erneuerbare Energieproduktion und um Kostenwahrheit bei Energieerzeugung aus fossilen Trägern und Atomkraft", so Köstinger.



Österreich werde mit seiner Klima- und Energiestrategie seinen Beitrag für eine dekarbonisierte Zukunft in Europa leisten. "Es freut mich, hier mit Frankreich einen wichtigen Partner gefunden zu haben", sagte Köstinger. Österreich sei, was die ökologische Erzeugung von Strom betrifft, international ein Vorbildland. Schon jetzt würden 70 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt, bis 2030 sollen 100 Prozent erreicht werden.



Auch Bundespräsident Alexander van der Bellen und Bundeskanzler Sebastian Kurz unterstützen diesen Vorstoß und haben in ihren Redebeiträgen beim R20 - Austrian World Summit auf die Notwendigkeit eines gemeinsamen, europäischen CO2-Mindestpreises hingewiesen. Laut Köstinger muss die Höhe des Preises für ein CO2-Zertifikat so gewählt werden, dass eine Lenkungswirkung, also ein Brennstoffwechsel in der Stromerzeugung weg von der CO2 intensiven Kohle, hin zu erneuerbaren Energieträgern, erreicht wird.

MBI/aul/16.5.2018

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