12.07.2018 - E.ON sichert sich weitere knapp 5,5 Prozent an Innogy

Dem Energieversorger E.ON sind bis zum Ende der ersten Annahmefrist rund 5,48 Prozent der Minderheitsanteile der RWE-Ökostrom-Tochter Innogy angedient worden. Damit hat der DAX-Konzern nun nach eigenen Angaben Zugriff auf insgesamt 82,27 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte der Innogy SE. Die erste Annahmefrist endete am 6. Juli um Mitternacht. Die zweite Annahmefrist läuft vom 12. bis zum 25. Juli.

E.ON bietet den Innogy-Minderheitenaktionären 40 Euro je Anteilsschein. Die 40 Euro setzen sich aus einem Angebotspreis von 36,76 plus den Dividendenzahlungen für 2017 und 2018 zusammen. Das Gebot beinhaltet laut E.ON eine Prämie von 28 Prozent auf den letzten von Übernahmespekulationen unbeeinflussten Aktienkurs der Innogy von Ende Februar.

Aktionärsschützer Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hatte den Anteilseigenern geraten, das Angebot erst einmal zu ignorieren. "Ich rate zum Abwarten", sagte Hechtfischer. Die DSW und die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) verlangen zwischen 46 und 50 Euro als angemessene Entschädigung für die entgangenen Zukunftschancen des Unternehmens.

Die RWE-Ökostrom-Tochter soll durch die Neuordnung der Energiebranche zunächst an E.ON verkauft und anschließend zerteilt werden. Mit Vertrieb und Netzen ginge der Löwenanteil an E.ON, wohin auch der ganz überwiegende Teil der 40.000 Mitarbeiter wechseln würde. Das Geschäft soll bis Ende nächsten Jahres über die Bühne gehen. RWE hatte Innogy erst 2016 abgespalten und an die Börse gebracht.

MBI/DJN/aul/12.7.2018

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